Robert McCammon – Swan Song Nach dem Ende der Welt

swanDie Welt kurz vor der Jahrtausendwende. Die Fronten zwischen Russland und Amerika haben sich weiter verhärtet. Europa ist ein enges Netz aus terroristischen Vereinigungen und die Wirtschaft liegt am Boden. Hunderttausende Obdachlose durchqueren die trostlosen Kontinente auf der Suche nach Arbeit und Nahrung. Als es zum apokalyptischen Showdown zwischen den beiden Supermächten Russland und Amerika kommt, wird alles vernichtet. Der nukleare Winter senkt sich über die Welt.
Unter den wenigen Überlebenden befindet sich eine Frau namens Sister Creep, die durch Zufall die Auslöschung Manhattens überlebt hat. Zusammen mit einem Schuhverkäufer namens Artie macht sie sich auf den langen und gefährlichen Weg nach Detroit, um Arties Frau zu finden. Durch Zufall findet sie einen scheinbar magischen Ring, der ihr ihren Verstand und ihre Hoffnung zurück gibt. Doch der Mann ohne Gesicht, das personifizierte Böse, begehrt den Ring und Sister muss fliehen, um ihm zu entkommen.
Der Junge Roland Croninger schließt sich dem kriegstraumatisierten Colones Macklin an, bei dem er endlich seinen schon lange in ihm schlummernden Wahnsinn ausleben kann.
Josh ist ein Wrestler und überlebt ebenfalls nur durch Zufall zusammen mit dem Mädchen Swan und seiner Mutter. Doch Swan ist nicht nur ein Mädchen, sie besitzt die Gabe, dem trostlosen Boden wieder Leben einzuhauchen und der Menschheit so eine neue Zukunft zu schaffen.
Doch überall lauern Gefahren, die nukleare Verseuchung ist nur eine davon. Denn nicht alle Überlebenden sind vertrauenswürdig…

Ich muss wirklich sagen: Der Roman hat mich vom Hocker gehauen und ich habe mir direkt den zweiten Teil hinterherbestellt. Tatsächlich erinnert der Roman sehr an Stephen Kings „The Stand“. Einige Szenen erinnern sehr aneinander, zum Beispiel die Tunnel Szene. Nichts desto trotz ist „Swans Song“ kein Abklatsch, sondern ein eigener, wunderbar gelungener, Roman, der mich einige Nächte gekostet hat.
Die handelnden Personen wirken auf mich sehr echt. Keiner von ihnen ist ohne Fehler, aber trotzdem ist recht klar, wer die „Guten“ und wer die „Bösen“ sind.
Besonders Roland Croniger ist wie aus einem Horrorfilm entsprungen, sein recht plötzlicher Verlust der Realität ist richtig gruselig. Ebenso wie Colonel Macklin mit seinem „Schattensoldaten“ ist ein wunderbares Portrait zerstörter Psyche. Ich hoffe, dass man im nächsten Teil noch mehr von dem Mann ohne Gesicht erfährt.
Auch Swan, Josh und Sister, sowie ihre leider meist recht kurzfristigen Begleiter wirken wie die Menschen, mit denen wir es jeden Tag zu tun haben. Keiner von ihnen entwickelt plötzlich Survival Fähigkeiten oder was auch immer, sondern sie bleiben menschlich und machen Fehler.

McCammon hat es sich mit seinem Szenario nicht leicht gemacht. Ein nuklearer Winter entzieht den Protagonisten nahezu sämtliche Ressourcen. Bei einer Virus-, Zombie- oder göttlichen Apokalypse hat man den Vorteil, dass sämtliche Ressourchen noch reich vorhanden sind, hier müssen die Überlebenden täglich um eine Dose Sardienen kämpfen. Das Wasser ist verseucht und ein Großteil der Vorräte ist vernichtet. Das war mal richtig spannend!

Fazit: Wenn Ihnen eine gute Apokalypse gefällt, greifen Sie unbedingt zu!!! Der Roman ist fantastisch!!!!

Advertisements

Graham Masterton – Bleiche Knochen

knochenMit „Bleiche Knochen“ von Graham Masterton habe ich nun mein erstes Buch aus der Festa Crime Reihe gelesen. Ich hatte schon bedenken, dass es mich zu sehr langweilen könnte, da mich Krimis bisher nicht beeindrucken konnten, doch diese Geschichte war mehr ein kaltblütiger Thriller und ging mir definitiv unter die Haut.

Zu Beginn hatte ich leichte Startschwierigkeiten, was die unzähligen irischen Namen und Begriffe der „An Garda Síchoána“ (Nationalpolizei der Republik Irlands) und die doch sehr stumpfe Polizeiarbeit herbeigeführt haben, dennoch hinterließen auch die ersten Seiten einen solchen Eindruck, der es mir unmöglich machte nicht weiter zu lesen.

Für mich kam die große Wende bei Kapitel 8 und dem Erscheinen des Mörders, der skrupellos und völlig abgedreht war. Die Beschreibung seiner Taten gingen mir durch Mark und Bein ( 😉 ) und kann an Intensität mit jedem vergleichbarem Film mithalten.

Die Charaktere waren für mich bis dato nicht vollends ausgereift und hatten nicht sonderlich viel Wiedererkennungswert, abgesehen von der Hauptprotagonistin Katie Maguire und des Mörders und auch dem herausstechenden Pathologen Dr. Reidy, der ein bisschen schwarzen Humor mit in die Geschichte brachte.

Generell ist der Schreibstil für mich dem Genre angemessen und baut geschickt Spannung auf, um eine weitere Bombe platzen zu lassen und vor allem dem Ende ein Krönchen des Entsetzens aufzusetzen, aber er ist auch detailliert und somit an manchen Stellen etwas langatmiger.

Erstaunlicherweise finde ich das Cover wirklich, wirklich gut. Für mich zeigt es Hauptprotagonist Katie Maguire in einer tristen Momentaufnahme und spiegelt wunderbar die Atmosphäre des Buches wieder.

Und auch der Titel spiegelt den Inhalt des Buches so simpel und doch perfekt wieder.

Ich freue mich auf weitere Bände mit Katie Maguire.

Matt shaw – Perverse Schweine

schweineInhaltlich zur Story muss man glaube ich nicht als zu viel verraten. Der Info Text gepaart mit dem Cover dürfte schnell klar machen worum es hier geht. Ich kann meine Bewertung leider erst jetzt abgeben, da die Taschenbuch Ausgabe i.d.R. ja meist 2-4 Wochen nach der Kindle Version erscheint. (Was ich wirklich sehr schade finde)

Kommen wir zum Buch. Die Story beginnt eigentlich recht vielversprechend. Was noch zu beginn auf eine Blutige Story hoffen lässt, verfällt schnell in ein moralisches Dilemma. Was würden wir tun, oder auch nicht, um uns unsere Menschlichkeit zu erhalten ?!

Der Schreibstil ist gut und das Buch lässt sich schnell hintereinender weg lesen.
Die kurzen Kapitel sorgen dafür das man doch immer etwas mehr liest, als man eigentlich geplant hatte.

Die Story startet sehr spannend und lässt viel erhoffen. Allerdings hat man zum Ende hin eher das Gefühl das dem Autor kein passendes Ende einfallen wollte…… Ich fand den Ansatz (man hat es sich ja schon etwas in dieser Art und Weise gedacht) wirklich gut. Aber leider wurde die Story dann einfach „fallen“ gelassen.

Ich muss sagen das ich zwischen drei und vier Sternen schwankte. Letztendlich habe ich mich trotz des etwas einfallslosen Endes für vier entschieden. Ich habe schon weit aus schlechtere Bücher aus der Extrem Reihe gelesen 😉

Ich hoffe weitere Geschichten von matt Shaw lesen zu können. Für sein Erstlings Werk bei Festa auf jeden Fall ganz ok.

Koushan Takami – Battle Royale

battleKoshun Takami schickt den Leser in seinem Roman Battle Royale in einen wahren Alptraum. In einem Paralleluniversum bilden Japan, China und weitere Ostasiatische Staaten die Großrepublik Ostasien. Dort werden in regelmäßigen Abständen Schulklassen für ein Programm ausgewählt, in dem sie in ein abgelegenes Gebiet verschleppt werden und müssen sich gegenseitig umbringen bis nur noch eine/r übrig bleibt. Der grausame Grundplot ist westlichen Lesern spätestens seit der Tribute von Panem – Trilogie bekannt, Takamis Vision des schlimmsten „Spiels aller Zeiten“ erschien jedoch einige Jahre früher (damit dann auch genug des Vergleichs). Zu Beginn des Buches erwischt es also auch die Schulklasse von Shuya Nanahara und seinen 42 Klassenkameraden, die sich anfangs noch auf einer Klassenfahrt wähnen. Spätestens nachdem sie in einem unbekannten Klassenzimmer aufwachen und von dem zynischen Spielleiter in die Regeln des Spiels eingewiesen wurden, wird den Schülern nach und nach klar in welch schreckliche Situation sie geraten sind. Und schon kurz darauf gibt es die ersten Opfer. Das „Spiel“ nimmt schnell Fahrt auf…

Takami ist in seiner Beschreibung der schlimmen Tage auf der einsamen Insel sehr detailliert und explizit. Dies gilt unter anderem auch für die sehr genau beschriebenen Tode der einzelnen Schüler, die sicherlich nicht jeder Manns Sache sind, aber aufzeigen wie konsequent der Autor seine Idee umsetzt. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven verfolgt. Größtenteils begleitet man einen Hauptprotagonisten und seine beiden engsten Begleiter, dazu kommen eine Handvoll „wichtiger“ Nebencharaktere und einzelne Kapitel aus Sicht der übrigen Schüler. Dies, die schiere Anzahl der Schüler und die für den westlichen Leser fremdartigen Namen (Yuko, Yukata, Yumiko, Yukiko, etc.) machen es nicht gerade einfach den Überblick zu behalten, aber man gewöhnt sich erstaunlich schnell daran. Takami ist dabei bemüht jedem Schüler einen individuellen Hintergrund zu verpassen und somit auch eine Erklärung für ihr jeweiliges Verhalten während des Spiels zu liefern. Dies steigert das Lesevergnügen, obwohl es nicht immer verschleiern kann, dass einige Charaktere sehr stereotyp bleiben und bei der rasanten Sterberate die genauere Betrachtung nicht immer mithalten kann.

Insgesamt liest sich Battle Royale sehr flüssig. Der Autor wählt ein angemessenes Tempo und das Buch hat trotz seiner Seitenanzahl (~ 600 Seiten) wenig bis keine echte Längen. Sprachlich liegt uns allerdings sicherlich kein Leckerbissen vor. Sprache, Schreibstil und Dialoge sind recht simpel, wer gehobene Literatur erwartet, dem mag dies eher platt vorkommen. Mich persönlich hat es weniger gestört und ich habe den Schreibstil als „zweckmäßig“ empfunden. Dazu sollte erwähnt werden, dass der Stil evtl. auch durch die Übersetzung aus dem Japanischen verliert.

Apropos Übersetzung: Der größte Kritikpunkt ist die Schlampigkeit, mit der das Buch in seiner deutschen Übersetzung abgedruckt wurde. Ich müsste lange zurückdenken, wann ich zuletzt ein Buch mit so vielen Rechtschreib- und Druckfehlern in die Hände bekommen habe. Es vergeht beinahe kein Kapitel ohne über eine fehlende Endung, ein falsches Pronomen oder ähnliches zu stolpern. Meine Rezession bezieht sich hierbei auf die 2012 veröffentlichte Ausgabe. Diese Präsentation ist dem Buch, bei aller Einfachheit der Sprache auf keinen Fall würdig. Meine Bewertung beeinflusst es nur marginal, da ich es schlecht dem Autor anrechnen kann. Wen solche Fehler allzu sehr stören, den kostet es hier ordentlich Nerven…

Alle anderen erwartet ein spannender Thriller, an den man sprachlich nicht allzu hohe Erwartungen richten darf. Belohnt wird man mit einer Geschichte die abwechselnd nachdenklich, traurig, romantisch und actionreich ist und in diesem Sinne gute Unterhaltung bietet. Takamis Vision des Spiels und seines totalitären Bürokratenstaates sind durchaus lesenswert. Aufgrund des grausamen Grundthemas und recht expliziter Beschreibung der Gewalt, sollte das Buch allerdings nicht in die Hand allzu junger oder zartbesaiteter Leser geraten.

Kim Newman – Die Vampire

Okay, wir haben es hier mit einem völlig anderen Geschichtsverlauf Europas vom Ende vampire.jpgdes 19. bis Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts zu tun, was wirklich erfrischend hätte sein können, wenn nicht die Glaubwürdigkeit fehlen würde. Wie wahrscheinlich ist es denn, wenn sich parasitäre Blutsauger mit instabiler Psyche und Physis durch Europa morden, und es findet nicht nur keiner was dabei, sondern die meisten Menschen können sich auch nichts Schöneres vorstellen, als sich ebenfalls zum Vampir zu wandeln…

Na gut, vermutlich fehlt es mir einfach an der nötigen Phantasie. Was aber auch daran liegen könnte, dass keine wirkliche Atmosphäre im Buch aufkommen will und die Charaktere irgendwie nichtssagend und blass bleiben.

Und mal ehrlich – wo ist der rote Faden, was ist denn die eigentliche Story, um die es hier geht? Über 1.200 Seiten und ich bin absolut nicht schlau draus geworden sondern habe mich die halbe Zeit über gelangweilt, weil absolut nichts passiert ist und der Autor dutzende von Charakteren eingeführt hat, die kurz darauf wieder im Nirvana verschwunden sind, dahin gemetzelt wurden, oder von vorn herein für die Geschichte keine Rolle gespielt haben.

Als Newman dann noch Bond samt einiger bekannter Gegenspieler (Bösewicht mit weißer Katze, Mann mit Stahlzähnen) in seinem Roman verbrezelt hat, war bei mir der Ofen ehrlich gesagt aus.

Fazit: Nicht kurzweilig, nicht spannend, nicht logisch geschweige denn glaubwürdig und unnötig lang, also nicht gerade empfehlenswert…

Jesus F. Gonzalez – Snuff Killers

killersAls das Anwaltspaar Lisa und Brad sich für ein romantisches Wochenende in einen nahegelegenen Ort aufmacht, ahnen beide noch nicht, dass der Trip in einer Katastrophe enden wird, denn Brad wird auf einmal verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, im Straßenverkehr Menschenleben gefährdet zu haben, und deshalb wird er verhaftet. Aufgrund der Zeugenaussage eines gewissen Caleb Smith. Der war ihnen zuvor schon aufgefallen, denn die beiden fühlten sich bereits im Vorfeld bedrängt. Doch Brad muss erst beweisen, dass er unschuldig ist, und da es erst Montag der nächsten Woche zu einer Beurteilung durch einen Anwalt kommen kann, wird Brad in Gewahrsam genommen. Lisa sucht sich unterdessen ein Motel und wird prompt aus diesem entführt. Denn Lisa soll die Hauptattraktion in einem Snuff Film spielen, denn einige Leute haben viel Geld bezahlt, damit dieser Film mit Lisa gedreht werden kann. Und die Entführer sind Profis in diesem Geschäft, und ihr Ziel ist es vor laufender Kamera Lisa zu vergewaltigen und zu töten. Doch dann macht Lisa etwas, was ihr das Martyrium ersparen soll…

Um eines Vorwegzunehmen – das Buch ist nichts für schwache Gemüter. Hier wird gnadenlos in die tiefsten Abgründe des menschlichen Verstandens geblickt und während des Lesen kommt immer wieder die Frage auf, ob es so etwas tatsächlich geben könnte.Wie heißt es so schön: Es gibt nichts, was es nicht gibt und wenn man sich vor Augen führt, welche Gräueltaten der Mensch im Laufe seiner Geschichte bereits auf seinem Konto zu verbuchen hat, muss ich ehrlich gestehen, halte ich die Existenz der Filme, um die es hier geht, für durchaus wahrscheinlich.

Snuff Killers“ beschäftigt sich mit einem verstörenden Phänomen und legt sich mit den tiefsten Abgründen des Menschen an. Denn dieses Buch stellt Snuff Filme in den Vordergrund. Bei Snuff Filmen werden Menschen vor laufender Kamera zu Tode gequält, was zur Erheiterung des Publikums dient.

Diese Filme gehören in die moderne Sagenwelt. Bisher wurde seitens der Behörden kein einziger nachgewiesen, auch wenn es unzählige Gerüchte gibt.

Edward Lee – Monstersperma

spermaDer 8. Extrem Band vom Festa Verlag überrascht mit wenig Brutalität, dafür umso mehr mit bizarren, perversen Sexualpraktiken. Also wer mit dem Thema Sex, Erniedrigung und Ekel nicht umgehen kann, sollte die Finger von diesem Buch lassen bzw. die Extreme Reihe nicht für sich in Betracht ziehen.

Schon auf den ersten Seiten wird der Leser damit konfrontiert, was dieses Buch ausmachen wird! Eine Woche lang müssen die 3 Mädchen jeden Tag zwei Bewährungsproben überstehen, um nicht rausgeschmissen zu werden. Meiner Meinung nach steigern sich diese Bewährungsproben tagtäglich ins unermesslich Ekelige. Wer beim Lesen gerne isst, sollte dies bei dem Buch unbedingt lassen!!

Nachdem in der Extrem Reihe schon sämtliche Themen behandelt wurden, gibt Edward Lee auch diesmal wieder ein anderes vor. Jedoch erfährt der Leser erst ziemlich zum Ende, dass es um etwas Okkultes geht. Vorher geht es hauptsächlich, um die Bewährungsproben und wie die Mädchen mit diesen umgehen bzw. dran zerbrechen.

Wie alle Extrem Bücher lesen sie sich sehr schnell, und wenn man das Thema „schlucken“ kann, P.S. ein sehr bedeutungsvolles Wort im Buch, liest man es an einem Tag. Ich bin jedes Mal gespannt auf den neuen Band, freue mich dann aber auch, wenn es gelesen im Schrank steht und ich mich nicht 2 Tage mit diesen prekären Themen auseinandersetzen muss!

Das Ende, gerade bei den Edward Lee Büchern greift immer in das Sci-Fi-Genre über, was vielleicht für reine Horrorfans, wie mich nicht immer das gelungenste ist, aber nach 1-2 Büchern gewöhnt man sich dran.

  

Fazit

Alle mit erdenklichen sexuellen Perversionen wurden auf 202 Seiten dargestellt. Edward Lee hat wieder alles gegeben. Der Hintergrund dieser Geschichte, das Okkulte fand ich spannend, jedoch war es diesmal eindeutig zu viel Sex und Erniedrigung und zu wenig Brutalität in der Story enthalten.

Weiterhin bleibe ich ein riesen Fan dieser Bücher und freue mich auf den 9. Band.

R. L. Stine – Aliens unter uns!

Eine Maschine, mit der man Körper tauschen kann! Der tollpatschige Will kann es kaum aliensfassen. Aber tatsächlich, es funktioniert. Für ein Wochenende schlüpft er in Chads Körper und wird zum coolste Typ der ganzen Schule! Doch warum findet Will auf einmal Schleimpilzwürmer lecker, während er an Chips fast erstickt? Langsam wird ihm klar, dass hier etwas oberfaul sein muss. Und dann kommt ihm ein schrecklicher Verdacht …

 
Will ist so tollpatschig. Ständig stolpert er über alles und ist alles andere als beliebt. Ganz anders als Chad. Er ist beliebt,kann alles und weiß alles. Doch dann bekommt Will ein unglaubliches Angebot. Er darf für einen Tag in Chads Körper schlüpfen. Chads Vater ist Erfinder und tatsächlich-die Körpertauschmaschine funktioniert. Will wird zu Chad und Chad wird zu Will. Das ist ja der Oberhammer, denkt sich Will. Doch Chad denkt an eine Wiederholung. Für ein ganzes Wochenende darf Will Chad sein. Doch bei Chad zu Hause angelangt, stimmt etwas nicht. Das Haus ist komisch gebaut,zum Abendbrot gibt es Schleimpilzwürmer, an Chips erstickt er fast, und zum Schlafen gehen muss sich Will=Chad, an die Decke hängen. Ihm kommt ein schrecklicher Verdacht. Chad und seine Familie sind Aliens! Na das kann ja heiter werden. Denn die Aliens sind überhaupt nicht menschenfreundlich. Kommt Will da wieder raus?

Das Buch ist wirklich so spannend das man es in einem Stück lesen muss, weil man unbedingt wissen muss wie es weiter geht. Da hat R.L. Stine wirklich ein spannendes Buch geschrieben. Ich empfehle es weiter!

Richard Laymon – Das Spiel

spielIn dem kleinen Ort Donnerville, USA passiert eigentlich nicht viel, zumindest nicht in der Leihbücherei, wo die junge Jane Kerry arbeitet. Sie ist also umso überraschter, als sie dort eines Tages einen Umschlag mit 50 Dollar und einer Einladung zu einem Spiel findet. Der geheimnisvolle Unbekannte, der den Brief hinterlegt hat, nennt sich selbst „Master of Games“. Schnell findet Jane in der Bücherei einen zweiten Umschlag, diesmal enthält er 100 Dollar und weitere Instruktionen. Das Spiel geht weiter und die junge Frau ist fasziniert davon, nicht nur wegen der Belohnung, die bei jedem Fund verdoppelt wird. Allerdings steigen auch die Einsätze, die ihr abverlangt werden, denn die Orte, wo die Umschläge versteckt sind, werden für Jane immer gefährlicher. Und was hat es eigentlich mit Englischprofessor Brace Paxton auf sich, den sie gleich nach dem Auffinden des ersten Umschlags kennen lernt? Vielleicht weiß er ja mehr über das Spiel, als er zugeben will …

Bitte anschnallen und gut festhalten! Wie alle Bücher von Richard Laymon gleicht auch „Das Spiel“ einer rasanten Achterbahnfahrt in einem atemberaubenden Höllentempo. Von der ersten Seite an wird der Leser mitgerissen vom Strudel der Ereignisse, Zeit zum Luftholen bleibt kaum. Der Autor verzichtet auf langwierige Beschreibungen, die Sprache ist einfach und die kurzen Sätze verfolgen einzig und allein das Ziel, die Story zu entwickeln. Diese beschränkt sich auf den ersten 320 Seiten des Romans auf Janes Jagd nach den Geldumschlägen, bevor es dann richtig zur Sache geht und ein blutiger Albtraum beginnt.

Der Heyne-Verlag hat nun offenbar Richard Laymon für seine Hardcore-Reihe entdeckt und dort ist er bestens aufgehoben. In seinen Romanen wimmelt es von Monstern, Vampiren, Kannibalen, Psychopathen und sadistischen Triebverbrechern aller Art; ein Mix aus Sex und Gewalt. Es sind insofern schmutzige Bücher ohne großen literarischen Anspruch, aber sie sind auch phantasievoll und die durch das wahnwitzige Tempo entsehende Spannung hat durchaus ihren Reiz. Freunde der harten Horrorliteratur kommen hier voll auf ihre Kosten; für zart besaitete Gemüter gilt jedoch: Hände weg!

Richard Laymon – Vampirjäger

Eines Nachts steht Deine Jugendliebe vor der Tür, die Du seit zehn Jahren nicht mehr vampirjägergesehen hast – natürlich leicht bekleidet – und bittet Dich, ihr bei der Ermordung eines Vampirs behilflich zu sein, der sich immer wieder an ihr vergeht. Was tun in solch einer Situation? Sam, der Ich-Erzähler, macht das einzig naheliegende und schaut sich die Sache erst mal an. Versteckt im Kleiderschrank seiner Angebeteten namens Cat beobachtet er, wie tatsächlich ein Eindringling über die junge Frau herfällt und macht diesem dann mit Hammer und Pflock den Garaus. Doch damit fangen die Probleme erst an, denn so eine Leiche will entsorgt werden. Hierzu begeben sich Cat und Sam mit dem Vampir Elliot im Kofferraum auf einen Roadtrip nach Death Valley.

Untypisch für Laymon stehen in diesem Roman nicht Blut und Gewalt im Vordergrund, sondern die Blödeleien der beiden Hauptakteure die sich in bester Buddy-Manier durch das Abenteuer schlagen. Den immer wieder eingestreuten Eruptionen von Gewalt wird dadurch die Schärfe genommen und der Roman ist somit auch für den nicht ganz so abgebrühten Horrorfan verträglich. Natürlich bleiben Logik und Realismus dabei weitestgehend auf der Strecke, aber wer dies sucht ist bei Laymon eh an der falschen Adresse. Fans von Splatter- und Slasher-Filmen der 80er können aber bedenkenlos zugreifen. Ebenfalls kein Geheimnis ist Laymons Vorliebe für leicht bekleidete Damen. Etwas irreführend ist der deutsche Titel Vampirjäger. Der Originaltitel ,Bite` trifft die Sache schon eher, denn das Beißen ist in diesem Roman kein Privileg des vermeintlichen Vampirs.

Abschließend soll auch die qualitativ hochwertige Aufmachung des Taschenbuchs vom Festa Verlag nicht unerwähnt bleiben. Macht alles in allem vier dicke Sterne für kurzweilige Unterhaltung.