John Everson – Die Dreizehnte

Blutige Ritualmorde in den Kellergewölben hatten das Hotel Castle House einst in Verruf gebracht. Doch Jahrzehnte später, als man dort ein Sanatorium für Schwangere eröffnet, scheint der Fluch der Vergangenheit endlich besiegt zu sein. Aber dann verschwinden immer mehr junge Frauen aus den benachbarten Orten. Die Suche nach seiner vermissten Freundin führt David Shale nach Castle House. Dort entdeckt er eine verwitterte Holztür, gekennzeichnet mit einem roten X. Als er sie öffnet, betritt David ein okkultes Reich voller sadistischem Sex und qualvollem Sterben.

Nach den vielen eher gemäßigten Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, musste ich meine Rezensionsexemplare mal liegen lassen und wieder zu Blut und Gedärm greifen. Die Auswahl fiel mir gar nicht so leicht, weil ich hier seeeehr viele Bücher aus dem Festa-Verlag stehen habe. Aber nachdem auf meinem Lieblings Vlog von Nici Hope auf YouTube „Die Dreizehnte“ besprochen wurde, bekam ich wahninnige Lust auf das Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Student David Shale ist zu Besuch bei seiner Tante in dem kleinen Örtchen Castle Point und möchte die Zeit nutzen um mit seinem Rad in der bergigen Gegend zu trainieren. Sein Training führt ihn auch zu dem entlegenen Castle House, das früher mal ein Hotel war und dann lange Zeit leer stand. Jetzt soll es als psychiatrische Klinik für schwangere Frauen dienen. Nach einem Unfall, lernt er den Leiter der Klinik kennen, der ihm etwas merkwürdig erscheint.

In einer Bar lernt David eine nette junge Frau kennen, die ihm mächtig imponiert, aber am nächsten Tag ist sie verschwunden. Obwohl er sie kaum kennt, stellt David Fragen und irgendwie kommt immer wieder das Castle House ins Gespräch. Wäre doch David nur nie hineingegangen und hätte er doch niemals die Tür mit dem roten X geöffnet.

Boah Leute, ich bin echt begeistert. Ich hatte bisher noch nichts von Jack Everson gelesen und verließ mich da ganz auf die Meinung von Nici und ich habe gemerkt, dass wir hier wieder auf einer Wellenlänge sind. David ist ein sehr sympathischer, wenn auch ein wenig naiver Charakter und mit der taffen Polizistin Christy Sorensen hat er die perfekte Partnerin an seiner Seite.

Fehlen durften in der Geschichte auf keinen Fall die beiden Hinterwäldler, die in eine sehr wichtige Rolle spielen und über die man sich entweder schrecklich aufregt oder köstlich amüsiert. Bei mir war es dann eher letzteres.

Ich fand die Geschichte richtig spannend, möchte aber zur Handlung gar nicht mehr verraten. Das muss man unbedingt selbst lesen. Es geht teilweise schon sehr blutig zu und ist nichts für schwache Mägen oder empfindsame Seelchen. Vom Ende war ich erst ein klein wenig enttäuscht, bis der Autor mich dann doch noch zufrieden stellte.

Ich bekam genau das was ich suchte: Blut und Gedärm und jede Menge kranken Spaß. Darum vergebe ich sehr gerne 4 von 5 Punkten und kann das Buch nur jedem empfehlen, der mal wieder was blutiges lesen möchte und die Schnauze voll hat von den ganzen seichten Geschichten. Ich werde jedenfalls jetzt öfter mal wieder was aus meiner Festa-Sammlung lesen und einfach mal weniger Rezensionsexemplare annehmen. Das hatte ich mir ja eigentlich für dieses Jahr vorgenommen, aber so ganz hat das nicht funktioniert. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben 😉

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