Shadow Falls Camp Band 1 – Geboren um Mitternacht

In Kylies Leben geht alles schief: Ihre Eltern lassen sich scheiden, ihr Freund hat Schluss gemacht, und ihre Mutter schickt sie auch noch in ein Sommercamp. Doch Shadow Falls ist anders: Hierher kommt nur, wer übernatürliche Kräfte hat ? Feen, Hexen, Vampire, Gestaltwandler und Werwölfe. Auch Kylie soll besondere Fähigkeiten haben ? wenn sie nur wüsste, welche ?

Doch plötzlich wird das Camp bedroht. Nur, wenn sie alle ihre besonderen Kräfte gemeinsam einsetzen, werden sie die übermächtigen Feinde besiegen können.

Die Vorgeschichte in den ersten beiden Kapiteln ist sehr oberflächlich abgehandelt, ? was sehr schade ist man hätte da viel mehr rausholen können. Ab den 3 Kapiteln wurde es dann schon besser, aber so wirklich überzeugt hat es mich nicht. Es gab keine spannenden Wendungen, alles war so wie man es schon erwartet hat. Das Buch ist in einen sehr typischen Jugendbuchschreibtstil geschrieben worden. Schon fast ein bisschen zu kindisch, das Buch ist in der dritten Person und in der Vergangenheitsform geschrieben.

Die Story hat mich auch nicht wirklich überzeugt, mir kommt das Buch vor wie eine Mischung/Abklatsch von Twilight, House of Night, Evernight und Hex Hall vor. Ach ja, nicht zu vergessen wird das Klischee , 1 Mädchen muss sich zwischen 3/2 Jungs entscheiden, angewendet. Einen richtigen Spannungsbogen konnte ich leider auch nicht finden, es bleiben zwar ein paar Fragen offen oder besser gesagt alle Fragen, aber das ich jetzt unbedingt das zweite Buch lesen muss ist es nicht.

Ich glaube, ich falle für dieses Buch einfach nicht in die Zielgruppe, da ich langsam solche Geschichten nicht mehr lese.

Klappt man die Seitenbroschur vorne und hinten auf, sieht man einen kurzen Steckbrief zu den sechs Hauptpersonen. Da ist Spoilergefahr, also bitte Vorsicht.

Der Trilogie-Auftakt um das „Shadow Falls Camp“ liest sich, dank des simplen Erzählstils, sehr flott weg und der etwas schaurige Anfang macht neugierig auf mehr. Doch dann nicht gerade überwältigend weiter geht. Hoffe immer noch das Band zwei und drei besser ist.

Wade H. Garrett – Ein Blick In Die Hölle Buch 2

Der zweite Teil des Romans knüpft direkt ohne Vorwort oder Rückblende an den ersten Teil an, weshalb es unerläßlich ist den ersten Teil vorher zu lesen. Dicky sitzt weiterhin im Folterkeller von Seth fest und muß die grausamen Erzählungen und Anblicke der verstümmelten Opfer über sich ergehen lassen. Wie im ersten Buch beschreibt Seth detailgenau die abartigen und unmenschlichen Foltermethoden die er den Opfern über Jahre hinweg antut. Allerdings stellt sich erneut die Frage, wie Seth das alles allein bewerkstelligen kann. Ebenso unglaubwürdig wirken die selbstgebauten Apparaturen und durchgeführten Operationen. (Eingeweide aus dem Körper gezogen und an der Stirn festgenäht ? Opfer lebt natürlich noch jahrelang weiter?) Durch die völlig überzogene Gewalt kommt auch hier wieder keinerlei Spannung auf und der Leser stumpft mit der Zeit einfach ab. Der einzige Anlaß für mich den zweiten Teil zu lesen, war einzig und allein die Frage warum er Dicky dorthin gebracht hat. Das Geheimnis wird natürlich zum Ende hin gelüftet aber sonst unterscheidet sich das Buch in keinerlei Hinsicht vom Ersten.

Jan Kozlowski – Stirb du Bastard Stirb

Die Krankenschwester Claire kümmert sich liebevoll um Menschen, die Hilfe benötigen. Vielleicht hat Claire diesen Beruf gewählt, weil sie die Kindheit in der Hölle verbrachte ? ihr Vater hat sie viele Jahre lang sexuell brutal missbraucht. Claire hat die Geschehnisse verdrängt. Doch plötzlich ruft ihre Schwester Olivia an. Sie berichtet, dass ihr Vater im Sterben liegt. Jetzt hätten sie die Chance für ihre späte Rache. Aber das Miststück Olivia hat gelogen …

Das Buch hat mich zwar nicht umgehauen, dennoch fand ich es ganz gut. Die Story ist interessant und spannend und der Autor schafft es, dass man mit leidet.

 

 

Richard Laymon – Jahrmarkt des Grauens

Tanja und ihre Trolljäger begeben sich Nachts nach Funland, einen Vergnügungspark, um Trolle zu jagen. Trolle nennen sie die Penner, die Bettler, die Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. Sie lauern ihnen auf und geben ihnen das, was sie ihrer Meinung nach verdient haben.

Das Cover zeigt eine verschwommene Achterbahn, die auf den Betrachter zurast. Es passt für mich weder zum Titel noch zum Inhalt, da eine Achterbahn nur am Rande einmal in dem Buch überhaupt erwähnt wird. Vielleicht wäre eine Geisterbahn besser gewesen. Oder ein Riesenrad, da es einen Bezug zu dem Buch gibt.

Der Klapptext hat mich gereizt an dem Buch. Vergnügungspark, Sonne, Strand, Spaß und hinter den Kulissen – die Trolle. Und wenn ein Richard Laymon das Buch geschrieben hat, muss es einfach ein Knaller sein! So meine Gedanken. Doch dann folgte die Ernüchterung.

Die gewohnte nervenzerreißende Spannung, der Kitzel, der das Blut in den Adern stocken lässt, die leichte Panik und der Schauer, waren nicht zu finden. Schnell wird klar, dass ein paar genervte, Sex besessene Jugendliche auf der Suche nach einem perversen Kick sind. Tagsüber gaffen sie sich die Augen aus dem Kopf und können nur an Sex denken und Abends mischen sie voller Stolz Penner auf. Menschen, die am Rande der Gesellschaft existieren. Einige wie Tanya und Shiner haben einen Grund, aber der Rest macht aus reiner Lust an der Gewalt mit; Geltungsbedürfnis, Grenzen testen. Die Spirale der Gewalt dreht sich zwar immer schneller und spitzt sich zu, aber mitreißen konnte sie mich nicht.

Genauso schwach wie die Handlung an sich, waren auch die Dialoge, von den Charakteren ganz zu schweigen.

Tim Miller – Zurück nach Hell Texas

Als der Texas Ranger Garrett Parker von seinem Chef nach El Paso abkommandiert wird, hat er gleich ein ungutes Gefühl, immerhin hat er hier vor Jahren das Örtchen Hell dem Erdboden gleichgemacht, eine Siedlung, in der über Jahrzehnte grausame Verbrechen stattfanden.

Die Erinnerung daran lässt ihn nicht los, auch wenn der ganze Schrecken damals unter den Teppich gekehrt wurde, immerhin brachte ihm die Sache eine Beförderung ein.

Jetzt verschwinden in der Nähe von El Paso überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche, für Parker ein Anzeichen dafür, dass das Böse zurückgekehrt ist.

Er selbst will nicht zurück nach Hell, Texas, aber er muss herausfinden, was mit den Vermissten geschehen ist, er muss endlich Klarheit haben und so macht er sich zusammen mit seinem neuen Partner Doug, der nicht die geringste Ahnung davon hat, was ihn erwartet, auf die Suche…

„Zurück nach Hell, Texas“ ist die Fortsetzung von Tim Millers „Willkommen in Hell, Texas“ und schlägt natürlich in dieselbe Kerbe, wer also das erste Buch nicht mochte, sollte die Finger auch von der Fortsetzung lassen, denn auch hier reagiert man sich vor allem wieder an wehrlosen Fremden ab.

Wer damit keine Probleme hat, kann bei Miller bedenkenlos zugreifen

 

 

Ben Tripp – Infektion

Mit Ben Tripps Werk „Infektion“ halte ich einen Impulsivkauf in den Händen. Der Klappentext verspricht Weltuntergang und Dystopie – dazu eine stattliche Länge von über 600 Seiten. Reichlich Platz, um eine Geschichte ordentlich zu erzählen, so hoffte ich. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Forest Peak ist eine typische Klischee-Kleinstadt, wie sie zahlreichen Romanen zur Vorlage dient. Die Protagonistin (Achtung, Alpha-Weibchen!) Danielle „Danni“ Adelman bekleidet in diesem Städtchen nach ihrer Rückkehr aus dem Irak-Krieg den Posten des Sheriffs. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Nicht nur das Verschwinden ihrer labilen Schwester beutelt Danni: Das Auftreten einer mysteriösen (und tödlichen) Krankheit versetzt die Umgebung in einen Ausnahmezustand. Achja, und später gibt’s dann auch noch Zombies.

Das alles verrät mehr oder weniger schon der Klappentext und ich erzähle das so salopp, weil der Handlungsbogen bis dahin wirklich keinen Meilenstein dastellt. Und so bleibt es auch: Einen Kreativpreis gibt es für die Storyentwicklung sicher nicht. Ganz im Gegenteil: Die Ploteckpunkte, die Orte, selbst die Charakteristika der Untoten selbst und viele Details (Wohnmobil!) kommen fast 1:1 so in David Moodys „Herbst“-Reihe vor. Stören tut mich das nur deshalb nicht weiter, weil es hier gar nicht so sehr auf die pfiffige Story ankommt – sie dient mehr als solider Rahmen für das Erzeugen von Spannung und Action.

Reichlich Konflikte, Kämpfe, Explosionen und Blut: Die Geschwindigkeit bleibt hoch. Da stört es letztendlich nicht, dass die Anzahl an Überraschungen niedrig bleibt. Es geht mehr um das Mitfiebern. Auf den 600 Seiten werden die Charaktere ausreichend eingeführt. Man kommt dabei zwar nicht ganz ohne die üblichen Stereotypen („toughes Weibchen“, „Schmierig-brutaler Antagonist“ etc.) aus, aber am Ende liegt einem das Grüppchen doch ein bißchen am Herzen und zumindest das Schicksal der Schlüsselcharaktere ist einem nicht egal.

Das Erzähltempo ist günstig und die Kapitel greifen gut ineinander über, einzig der Seitenstrang um Dannis verlorene Schwester wirkt ein bißchen überflüssig.

Unter dem Strich haben wir hier einen kurzweiligen, wenn auch nicht außergewöhnlichen Zombieroman. Auf der „Pro“-Seite stehen die stattliche Länge, das ausreichend sympathische Charakterset, der flüssige Schreibstil und die actionreiche Handlung. Negativ zu Buche schlagen die überraschungsarme, gewöhnliche Story, gelegentliche Momente, die arg übertrieben und konstruiert wirken und allgemein der Mangel von besonderen Aspekten. Für mich hängt das Buch damit zwischen 3 und 4 Sternen, ich gebe am Ende 4, weil ich in der Nische „Zombie-Apokalypse“ viel, viel mittelmäßigere Wahre gelesen habe, und dann ein so langer, solider Roman erfrischend daher kommt.

Man kann das Buch letztendlich mit David Moodys „Herbst“-Reihe vergleichen. Nur passiert hier eindeutig mehr, alleine schon wegen der Länge werden die Details der Geschichte etwas besser herausgearbeitet. Dafür fehlt ein bißchen die psychologisch-beklemmende Komponente, auf die Moody so viel Wert gelegt hat. Ob diese Umverteilung der Aspekte nun von Vorteil oder Nachteil ist, kann ja jeder für sich entscheiden. Fans von postapokalyptischer Belletristik (mit Zombies!) können aber ohnehin einen Blick riskieren.

Jan Kozlowski – Stirb du Bastard stirb

Die Krankenschwester Claire kümmert sich liebevoll um Menschen, die Hilfe benötigen. Vielleicht hat Claire diesen Beruf gewählt, weil sie die Kindheit in der Hölle verbrachte ? ihr Vater hat sie viele Jahre lang sexuell brutal missbraucht. Claire hat die Geschehnisse verdrängt. Doch plötzlich ruft ihre Schwester Olivia an. Sie berichtet, dass ihr Vater im Sterben liegt. Jetzt hätten sie die Chance für ihre späte Rache. Aber das Miststück Olivia hat gelogen …

Das Buch hat mich zwar nicht umgehauen, dennoch fand ich es ganz gut. Die Story ist interessant und spannend und der Autor schafft es, dass man mit leidet.

Marissa Meyer – Wie Monde so silbern

Die Geschichte rund um Cinder ist angehaucht von dem Märchen ?Cinderella?. Es gibt eine Stiefmutter, zwei Stiefschwestern, einen Prinzen und einen Ball. Ansonsten hat die Geschichte mit dem bekannten Märchen nichts mehr zu tun. Die Autorin hat hier eine Welt in der Zukunft erschaffen, die zeitlich nach dem vierten Weltkrieg spielt und technisch sehr weit fortgeschritten ist. Denn Cinder ist kein normales Mädchen, sondern zum Teil ein Cyborg. Nach einem schweren Unfall mussten einige Körperteile durch künstliche rekonstruiert werden. Doch das ist in der Zukunft völlig normal. Cinder arbeitet als Mechanikerin und verdient damit den Unterhalt der gesamten Familie. Leider wird sie trotzdem wie eine Ausgestoßene behandelt, außer von ihrer Stiefschwester Peony. Sie ist ein offener und herzensguter Mensch. Ich habe sie, genau wie Cinder, sofort ins Herz geschlossen. Auch Prinz Kai ist ein absoluter Sympathieträger. Er ist sehr bodenständig und aufmerksam. Obwohl ein großer Druck auf ihm lastet, versucht er immer an sein Volk zu denken und steckt dafür auch privat zurück.

 

Die ?Bösen? im Buch machen ihrem Namen alle Ehre. So ist die Geschichte nicht nur gespickt mit einer Menge Intrigen, sondern auch mit vielen überraschenden Wendungen. Wenn man schon mit dem Schlimmsten gerechnet hat, wird es immer noch schlimmer.

Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Zeile sehr spannend, denn die Bewohner von Neu-Peking haben es nicht nur mit einer gefährlichen Seuche zu tun, denn Levana, die Königin des Mondes, droht der Erde auch noch mit Krieg.

Bei diesen vielen Gefahren lässt sich schon erahnen, dass es auch dramatisch und sehr emotional wird. Es gibt einige Schicksalsschläge. Aber auch Cinders persönliche Erlebnisse haben mich sehr mitgenommen und tief bewegt.

 

Das Buch ist in der Erzählperspektive geschrieben und hat einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil. Es hat mich durchgängig gefesselt und vereint einfach alles, was zu einem guten Buch gehört. Ich liebe es und kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es weiter geht. Ein Muss für jeden Fantasy-Fan.