Arne Beitmann – Familientreffen

Ich habe mich für die Leserunde auf loveleybooks.de beworben war allerdings zu spät dran woraufhin mich der Autor persönlich angeschrieben hat um mir ein kostenloses Rezensionsexemplar seines Romans „Familientreffen“ zur Verfügung gestellt. Ein ganz großes Dankeschön hierfür erstmal.

Ich möchte an dieser Stelle ergänzend auch auf den persönlichen Support von Arne eingehen… Ich habe es selten erlebt, dass sich ein Autor so um den Support seiner Leser kümmert… ich habe mich für das Buch beworben und war eigentlich zu spät für die Leserunde dran… und trotzdem hat mich der Autor dann in einer persönlichen Nachricht gefragt ob ich sein Buch lesen möchte… und von vielen Autoren hört man dann eigentlich nichts mehr… hier jedoch habe ich zum ersten mal auch ein direktes Feedback auf meine Rezension bekommen was mich äusserst beeindruckt hat… Hut ab Arne… ein Autor zum anfassen… das ist glaube ich etwas wovon jeder Leser schwärmt und ich kann es jetzt auch bestätigen… jetzt aber erst mal zum wichtigsten… der Geschichte…

»Tja, Familie kann man sich halt nicht aussuchen. Geschweige denn umtauschen, wenn sie einem nicht gefällt.«

Anna, 21 Jahre jung, studiert Jura in München und ist genervt von ihrem Freund. An sich müsste sie endlich eine Entscheidung treffen, aber sie drückt sich davor und reist stattdessen über das Wochenende zu ihrer Familie nach Mecklenburg-Vorpommern. Das Elternhaus, in dem sie eine glückliche Kindheit verbracht hatte, liegt idyllisch direkt am See, weit abgelegen vom nächsten Dorf und der Zivilisation. Wo, wenn nicht dort, würde sie sonst die nötige Ruhe finden, um sich über ihre Gefühle klar zu werden? Doch statt Ruhe erwartet Anna der blanke Terror. Sie ist nicht der einzige Besuch, der vorbeigekommen ist, und längst nicht alle Gäste haben friedvolle Absichten. Schon bald muss Anna eine ganz andere, viel wichtigere Entscheidung treffen. Ob sie will oder nicht.

In dem Buch haben wir eine Familie die von einer Clique junger Leute in ihre Gewalt gebracht wird. Sie sind gefangen im eigenen Haus abseits von der Zivilisation und müssen schreckliches über sich ergehen lassen, was in roher Gewalt und auch im Tod endet. Nur die Tochter nimmt Rache auf bestialische Weise.

Steven der Anführer der Entführer ist für mich abseits aller Realität. Er kennt nur die pure Brutalität und dafür wird er anscheinend auch noch von seinen Begleitern angehimmelt. Er ist ein Anführer was er sagt hat zu geschehen und da duldet er auch keine Widerrede. Aber zu letztendlich muss auch er einsehen dass immer jemand besser ist und einen demütigen kann.

Anna die Tochter der Familie ist eine begabte junge Frau die wie ihr Vater Jura studiert, aber auf der anderen Seite stehen will als er, was aus einer Art Rivalität herrührt. Sie überrascht im Verlaufe der Geschichte, da sie sich vom Mauerblümchen zum eiskalten Killer entwickelt.

Julia, die Mutter der Familie, ist die welche die Familie zusammenhält. Das sie jetzt auch noch schwanger ist und durch den Überfall der jungen Clique das Kind verliert, nimmt ihr jeden Lebensmut, was sie dazu veranlasst ihr eigenes Leben zu opfern um das ihrer Tochter zu retten.

Auch die anderen Charaktere die im Buch auftreten sind sehr gut beschrieben und passen sich wunderbar in die Geschichte ein. Ich hatte dank der ausführlichen Beschreibungen immer ein passendes Bild der Personen vor Augen. Die Handlungsorte sind sehr gut gewählt und auch sehr ausführlich beschrieben. Ich fühlte mich fast wohl im Haus der Familie und auf dem umliegenden Grundstück.

Der Autor war mir bisher völlig unbekannt, was sich allerdings hiermit definitiv geändert hat und ich werde Herr Breitmann definitiv im Auge behalten. Ich persönlich mag Geschichten in denen es etwas realitätsnaher und ruppiger zur Sache geht und genau dies trifft auf „Familientreffen“ zu. Auf jeden Fall wird dieses Buch Lesern gefallen der sich gerne im Bereich Horror/Thriller bewegen und mit drastischeren Gewaltbeschreibungen sowohl psychischer als auch physicher Natur keine Probleme haben… Ich glaube dass der Autor auch gut ins Festa-Verlags-Programm passen würde… vielleicht eine Überlegung für eine gemeinsame Kooperation… aber das ist nur meine Meinung… Was mir wirklich sehr gefallen hat war die Verwandlung der Tochter vom eher zurückhaltenden jungen Ding zur „Amazone“ die um Ihr Überleben und das Ihrer Familie kämpft… Immer wieder gingen mir Paralellen zum Film „Eden Lake“ oder auch „Funny Games“ durch den Kopf was durchaus nicht als negativ anzusehen ist. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und ich habe es in nur 3 Tagen förmlich verschlungen man wollte einfach wissen wie die Geschichte weitergeht… Mich persönlich hat das Verhalten von Vater und Sohn einfach nur enttäuscht… ich weiss nicht wie ich in solch einer Situation gehandelt hätte aber definitiv nicht so passiv wie das Familienoberhaupt… das genaue Gegenteil spiegelt sich im Verhalten der Mutter und der Tochter wieder… und nach einer tragischen Wendung übernimmt die Tochter die Rolle welche eigentlich der Vater hätte übernehmen sollen… was mir dann wirklich auch die ein oder andere Gänsehaut beschert hat weil ich das zum einen von Anna niemals erwartet hätte und zum anderen weil sie wirklich beinhart ist…

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