Kresley Cole – Poison Princess

Die sechzehn Jahre alte Evangeline Greene würde eigentlich ein ganz normales, glückliches Leben führen, – ihre Familie ist reich, sie ist beliebt, hat viele Freunde und ihre Beziehung mit Schulschwarm Brandon läuft sehr gut – wären da nicht die merkwürdigen, lebensechten Visionen, die sie seit Monaten quälen und ihre Mutter sogar dazu gebracht haben, sie in eine psychiatrische Klinik einzuweisen. Nie hätte Evie geglaubt, dass diese Visionen ihr die Zukunft zeigen.

„Poison Princess“ konnte mich wirklich überraschen, denn mit so einer düsteren, apokalyptischen Thematik hätte ich nicht gerechnet. Kresley Cole führt den Leser in die Welt von Evie, die nach ihrem Aufenthalt in einer Psychatrie versucht ihr normales Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Doch kurz nach ihrer Rückkehr beginnen die Visionen von neuem und werden sogar noch lebensechter. Bis sich eine Woche nach ihrer Rückkehr zeigt, dass die Visionen ihr die Zukunft gezeigt haben. Innerhalb nur einer Nacht wurde die gesamte Erde vom Sonnenlicht zerstört. Es gibt keine Pflanzen mehr und auch kein Wasser, die Ozeane sind ausgetrocknet. Und die Menschen, die nicht sofort gestorben sind, versuchen zu überleben, was angesichts des Nahrungs- und Wassermangels nicht so einfach ist.

Neben der apokalyptischen Welt hat Cole ein sehr spannendes Fantasyelement in „Posion Princess“ eingebaut. Basierend auf der großen Arkana eines Tarotdecks, gibt es auch in der Welt von Kresley Cole Personen, wie den Tod, oder den Narren, die allerdings sehr lebensecht sind und übermenschliche Fähigkeiten besitzen. Evie nimmt in diesem Spiel die Rolle der Herrscherin ein und muss ihre Fähigkeiten erst noch entdecken und zu kontrollieren lernen, während andere Spieler deutlich fortgeschrittener sind. Das Tarot hat mich schon immer fasziniert. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt wie Kresley Cole dieses Element in ihrer Geschichte umsetzen wird, aber auch hier wurde ich positiv überrascht!

Als ich begonnen habe „Posion Princess“ zu lesen, war ich überrascht wie düster und blutig die Handlung ist. Der krasse Gegensatz dazu war Evie, die das Buch aus der Ich-Perspektive erzählt. Sie trägt eine Dunkelheit in sich, die von ihren Visionen herrühren, aber an der Oberfläche zeigt sie davon nichts. Im Gegenteil, denn sie ist das wohlerzogene Südstaatenmädchen, das immer höflich, zu jedem nett ist und einfach von allen gemocht wird. Ich konnte mich am Anfang überhaupt nicht mit ihr identifizieren, weil sie mir einfach zu verzogen und von sich selbst überzeugt war. Im Laufe der Handlung musste sie aus der Not hinaus wachsen und das hat sie auch getan. Letzten Endes mochte ich Evie sogar sehr, weil sie zwar stärker geworden, sich aber immer noch treu geblieben ist. Eine Mischung, die mir sehr gut gefallen hat.

Ich habe lange gebraucht um wirklich in das Buch hineinzukommen. Der größte Kritikpunkt, den ich habe, ist der, dass das Buch zwar spannend war, aber trotzdem nicht sehr viel passiert ist. Es kam mir eher wie eine lange Einleitung vor, in der die Personen ihre zugewiesenen Plätze einnehmen. Außerdem hätte ich mir gewünscht, noch mehr Hintergrundwissen über die Arkana zu bekommen. Trotz allem war „Poison Princess“ für mich eine echte Überraschung, weil es mich zum Schluss hin wirklich von sich überzeugen konnte. Die Ideen mir der apokalyptischen Welt und der großen Arkana fand ich großartig und auch die Umsetzung hat gepasst!

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