Tim Miller – Nacht der Rache

Einst war Colt Stillman der Sheriff in Peace. Bis man sein Leben zerstörte: Man beschuldigte ihn, eine Frau ermordet zu haben. Colt konnte seine Unschuld nicht beweisen und kam für 20 Jahre ins Gefängnis. 20 Jahre sind vergangen. In Colt brennt ein grenzenloser Hass. Um den Plan seiner Rache zu vollziehen, verbündet er sich mit der Biker-Gang seines Bruders. Gemeinsam zelebrieren die Männer die Nacht der Rache: Jeder Mann und jede Frau der Stadt wird büßen – und zwar mit Leib und Seele …

Erst mal ein grosses Lob an den Verlag dass er es gewagt hat ein „Produkt“ wie die Festa-Extrem-Reihe ins Leben zu rufen… Abseits des Mainstreams… Und für all die, welche jetzt gleich rufen „abartig, krank und ekelhaft, pervers“… das mag sein aber nur weil man Geschichten mag läuft man nicht gleich durch die Welt und ahmt so etwas nach… das ist wie mit Träumen… es gibt sowohl gute als auch böse… und erst die Vielfalt macht das ganze interessant…

Ich bin mir nicht eindeutig sicher was ich von dem Buch halten soll… Es war das meiner Meinung nach erste Buch der Festa-Extrem-Reihe welches mich einfach mal überhaupt nicht angesprochen hat… Ich konnte mich mit der Story, dem Setting und auch den Protagnisten nicht wirklich auseinandersetzen… ich hatte das Gefühl… alles wurde irgendwie viel zu schnell abgehandelt… Eine Horde Biker fällt über eine Kleinstadt her… man hätte meiner Meinung nach doch mehr daraus machen können… unter Biker stelle ich mir vor: harte Kerle in Lederkluft und mit Tattoos, muskelbepackt und unrasiert 😉 und für mich fehlten etwas die „Accecoires“ Ketten, Nieten und ihre Maschinen… Ja ich kenne mich in der Bikerszene nicht aus… und ich möchte niemandem auf die Füsse treten ich gebe hier lediglich wieder was ich mir vorgestellt hätte…

Der Gewaltgrad hält sich in Grenzen… ich bin von der Festa-Extrem-Reihe wesentich mehr gewohnt… was ich wirklich faszinierend fand und was mich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlingen lies war die Entwicklung von Randy von einem zurückhaltenden Charakter der im Laufe der Geschichte eine völlig neue Seite von sich entdeckt… sobald sein Überlebensinstinkt anspringt lässt er seine bisherige Maske fallen… oder setzt sich erst eine auf… so genau kann man das nicht sagen… oder ob wir genauso gehandelt hätten…

Obwohl mich Tim Miller dieses mal mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat muss ich sagen dass ich nicht enttäuscht bin. Das Buch liest sich flüssig und spannend weg… man will auf jeden Fall wissen was aus der Stadt wird man hat sowohl besseres als auch langweiligeres gelesen… Was nicht die Leistung des Autors schmälern soll… ich finde es beeindruckend was manche Menschen mit Worten bewirken können und mein Kopfkino auf eine Reise schicken lassen in der man einfach mal für ein paar Stunden aus dem grauen Alltag entfliehen kann…

Als abschliessendes Fazit würde ich sagen… Nacht der Rache ist guter Durchschnitt… eine nette Geschichte mit passendem Gore-Faktor denn das ist (zumindest für mich) der Grund warum ich immer wieder gerne die Festa-Extrem-Reihe lese… Inge und Frank Festa bringen uns das nahe was uns sonst einfach entgehen würde… abseits des Mainstreams der schon tausendmal gelesenen Geschichten (was nicht abwertend sein soll ich lese durchaus gerne Fantasy) schaffen sie Raum für blutig feuchtfröhliches Kopfkino der Extraklasse… Ich kann die Reihe definitiv weiterempfehlen und werde auch in Zukunft jeden Band den ich in die Finger bekommen werde mit Vorfreude und Genuss verschlingen… Denn was wäre das Leben ohne Kopfkino.

Kresley Cole – Poison Princess

Die sechzehn Jahre alte Evangeline Greene würde eigentlich ein ganz normales, glückliches Leben führen, – ihre Familie ist reich, sie ist beliebt, hat viele Freunde und ihre Beziehung mit Schulschwarm Brandon läuft sehr gut – wären da nicht die merkwürdigen, lebensechten Visionen, die sie seit Monaten quälen und ihre Mutter sogar dazu gebracht haben, sie in eine psychiatrische Klinik einzuweisen. Nie hätte Evie geglaubt, dass diese Visionen ihr die Zukunft zeigen.

„Poison Princess“ konnte mich wirklich überraschen, denn mit so einer düsteren, apokalyptischen Thematik hätte ich nicht gerechnet. Kresley Cole führt den Leser in die Welt von Evie, die nach ihrem Aufenthalt in einer Psychatrie versucht ihr normales Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Doch kurz nach ihrer Rückkehr beginnen die Visionen von neuem und werden sogar noch lebensechter. Bis sich eine Woche nach ihrer Rückkehr zeigt, dass die Visionen ihr die Zukunft gezeigt haben. Innerhalb nur einer Nacht wurde die gesamte Erde vom Sonnenlicht zerstört. Es gibt keine Pflanzen mehr und auch kein Wasser, die Ozeane sind ausgetrocknet. Und die Menschen, die nicht sofort gestorben sind, versuchen zu überleben, was angesichts des Nahrungs- und Wassermangels nicht so einfach ist.

Neben der apokalyptischen Welt hat Cole ein sehr spannendes Fantasyelement in „Posion Princess“ eingebaut. Basierend auf der großen Arkana eines Tarotdecks, gibt es auch in der Welt von Kresley Cole Personen, wie den Tod, oder den Narren, die allerdings sehr lebensecht sind und übermenschliche Fähigkeiten besitzen. Evie nimmt in diesem Spiel die Rolle der Herrscherin ein und muss ihre Fähigkeiten erst noch entdecken und zu kontrollieren lernen, während andere Spieler deutlich fortgeschrittener sind. Das Tarot hat mich schon immer fasziniert. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt wie Kresley Cole dieses Element in ihrer Geschichte umsetzen wird, aber auch hier wurde ich positiv überrascht!

Als ich begonnen habe „Posion Princess“ zu lesen, war ich überrascht wie düster und blutig die Handlung ist. Der krasse Gegensatz dazu war Evie, die das Buch aus der Ich-Perspektive erzählt. Sie trägt eine Dunkelheit in sich, die von ihren Visionen herrühren, aber an der Oberfläche zeigt sie davon nichts. Im Gegenteil, denn sie ist das wohlerzogene Südstaatenmädchen, das immer höflich, zu jedem nett ist und einfach von allen gemocht wird. Ich konnte mich am Anfang überhaupt nicht mit ihr identifizieren, weil sie mir einfach zu verzogen und von sich selbst überzeugt war. Im Laufe der Handlung musste sie aus der Not hinaus wachsen und das hat sie auch getan. Letzten Endes mochte ich Evie sogar sehr, weil sie zwar stärker geworden, sich aber immer noch treu geblieben ist. Eine Mischung, die mir sehr gut gefallen hat.

Ich habe lange gebraucht um wirklich in das Buch hineinzukommen. Der größte Kritikpunkt, den ich habe, ist der, dass das Buch zwar spannend war, aber trotzdem nicht sehr viel passiert ist. Es kam mir eher wie eine lange Einleitung vor, in der die Personen ihre zugewiesenen Plätze einnehmen. Außerdem hätte ich mir gewünscht, noch mehr Hintergrundwissen über die Arkana zu bekommen. Trotz allem war „Poison Princess“ für mich eine echte Überraschung, weil es mich zum Schluss hin wirklich von sich überzeugen konnte. Die Ideen mir der apokalyptischen Welt und der großen Arkana fand ich großartig und auch die Umsetzung hat gepasst!

Brett Williams – Frauenzwinger

Erika ist mit ihrem Leben unzufrieden, denn sie möchte ein Kind doch ihr Lebenspartner lehnt dies ab. Deshalb macht sie sich auf die Suche nach einem Hund. Ein Yorkshire-Terrier soll es werden. Aber kein Rüde. Das macht die Sache etwas schwieriger. Doch zum Glück ist sie auf Levi gestoßen, der auf seiner Farm eine Hundezucht betreibt. Fast hätte sie diese gar nicht gefunden sondern wäre einfach an ihr vorbei gefahren. Doch Erika hatte keine Ahnung, mit wem sie es zu tun hat, denn Levi als auch seine Söhne Bub und Jake sind nicht normal, und sie nehmen Erika gefangen und sperren sie in einen Käfig. Und sie ist nicht die erste, die in einem Käfig wandert, denn bei ihrer Ankunft ist Sam bereits da. Auch der erste Käfig ist bereits belegt. Doch beim Anblick der schangeren Frau ahnt Erika noch nicht, was die Hinterwädler mir ihr vor haben…


Extrem mit Handlung und Spannung und Mitleiden und dramatisch und eklig und sprachlich unterhaltsam und so weiter. Als Torture-Porn angepriesen, entspricht das Werk so gar nicht den Erwartungen, denn Torture Porns sind „Quäl das Fleisch“, „Der Sommer als ich starb“ oder auch SAW oder Hostel als Film. Dies hier ist durchweg anders und sozusagen neu, denn die Idee Frauen als Gebärmaschinen herhalten zu lassen gab es so noch nicht. Natürlich ist das auf die ein oder andere Weise auch „Torture Porn“, aber nicht im eigentlichen Sinn von extremer Folter, denn es geht hier in der Hauptsache um Kinder kriegen und Babys weiter verkaufen, und somit eine Baby-Zucht. Dabei wirken die Protagonisten im großen und ganzen glaubwürdig, wenn man vielleicht geringfügige Abstriche bei Steve, dem Ehemann von Erika macht, auch wenn sein Verhalten durch seine zahlreichen Affairen versucht wird zu erklären.

Wie in vielen Festa Büchern dient auch hier eine typische verkorkste Hinterwäldlerfamilie, welcher es an jeglichem Unrechtsbewußtsein und Mitgefühl für die Opfer mangelt, als Romanvorlage. Die Charaktere sowie die schlimmen Zustände auf dem Hof wurden gut beschrieben, dennoch fehlt das gewisse Etwas. Die Handlung dreht sich oftmals im Kreis und schwankt zwischen Hundekämpfen und Vergewaltigungen hin und her. Doch trotz fehlendem Tiefgang und einer einfach gestrickten Story liest es sich flüssig und bietet für Fans eine gute Unterhaltung.

Ich persönlich bin etwas… zwiegespalten. Auf der einen Seite war ich etwas von dem Inhalt der Geschichte enttäuscht… ich weiss das hört sich jetzt seltsam an… aber ich fand für einen Band der Extem-Reihe war es mir einfach zu soft… auf der anderen Seite fand ich die Szenerie mit den schwangeren Frauen einfach erschreckend… vielleicht lese ich auch nur zuviel Horror dass ich mit der Zeit einfach abstumpfe? Na mal schauen… ich bin auf jeden Fall auf den nächsten Festa-Band gespannt… egal ob jetzt Extrem oder normaler Horror… ich kann nicht aufhören diesen Verlag zu loben… und ich freue mich auf viele spannende Leseabende aus dem Hause Festa… vielen Dank an Inge und Frank

Roald Dahl – Hexen Hexen

«Im Märchen haben Hexen immer alberne schwarze Hüte auf, tragen schwarze Umhänge und reiten auf dem Besen. Diese Geschichte ist jedoch kein Märchen. Sie handelt von echten Hexen … echte Hexen tragen ganz normale Kleider und sehen auch wie ganz normale Frauen aus. Sie wohnen in normalen Häusern, und sie üben ganz normale Berufe aus. Deshalb ist es so schwer, sie zu erwischen.» 

Nachdem er seine geliebten Eltern durch ein Unglück verloren hat, muss ein Junge, der von sich selbst erzählt, zurück nach Norwegen, wo seine Großmutter sich um ihn kümmert. Die besten Geschichten, die sie in der langen Mittsommernacht am Kaminfeuer zum Besten gibt, handeln von Hexen. Oh nein, nicht von Märchenhexen, sondern von echten Hexen, und die sind ganz anders als im Märchen. Als ehemalige Hexologin weiß Omilein alles über echte Hexen.

Echte Hexen haben keine Haare, keine Zehen, haben Krallen statt Fingernägeln, große Nasenlöcher und blaue Spucke. Das wirklich unheimliche an Hexen ist, dass sie wie ganz normale Frauen aussehen können. Aber das Schlimmste an Hexen ist, dass sie Kinder abgrundtief hassen, denn schon deren Geruch kommt ihnen wie Hundekot vor. Ihren Lebenssinn sehen die Hexen, die von einer Ober-Großhexe angeführt werden, darin, Kinder aufzulauern und sie zu verzaubern. Die Großmutter erzählt von Kindern, die verschwanden und sogar von Hexen verwandelt wurden. Sie erläutert, woran man eine Hexe erkennt und wie man sich vor ihr schützen kann. So muss man z. B., um vor dem Geruchssinn einer Hexe geschützt zu werden, schmutzig sein, oder man sieht einer verdächtigen Frau in die Augen und die Pupillenfarbe ändert sich regelmäßig.

Der Junge und seine Großmutter ziehen nach England. Es dauert nicht lange, bis eine zwielichtig aussehende Frau auftaucht und ihm eine Schlange schenken will. Er bleibt ihr lieber fern, bis sie verschwindet. Oma ist überzeugt, dass die Frau aus dem lokalen Hexenzirkel stammt. Als seine Oma von einer Lungenentzündung genesen soll, verbringen sie den Kururlaub in einem schönen Strandhotel in Bournemouth, das ja als Seebad einen guten Ruf hat. (Tolkien verbrachte seine letzten Jahre dort.) Der Junge hat eine Vorliebe für die Mäusedressur entwickelt und denkt daran, mal Zirkusdirektor zu werden – im Mäusezirkus. Als sie ihm ausbüxen, versteckt er sich im Festsaal des Hotels, gerade noch rechtzeitig, um nicht von der Königlichen Gesellschaft zur Verhinderung von Kindesmisshandlungen (KGVK) entdeckt zu werden. Die Gesellschaft besteht aus hunderten von Frauen.

Hinter einem Wandschirm versteckt sieht er, dass die Frauen in Wahrheit Hexen sind und die Gesellschaft ihnen nur zur Tarnung für ihre fiesen Machenschaften dient. Kaum haben sie die Türen verbarrikadiert, erscheint die schlimmste von allen: die Hoch- und Großmeisterhexe. Sie erteilt die Erlaubnis, dass die Hexen sich ihrer Perücken, Schuhe und Handschuhe entledigen. Oh Graus, was da alles zum Vorschein kommt! Der Junge muss an sich halten, um nicht aufzuschreien. Nur sein Körperschmutz schützt ihn, denn er verhindert, dass sein Geruch den Hexen schnell in die gewellten Nasenlöcher steigt. Aber wie lange noch? Die Hoch- und Großmeisterhexe verkündet den Plan, alle Kinder Englands mit einem Zaubertrank in Mäuse zu verwandeln, sodass diese dann unwissentlich von ihren Lehrern als Ungeziefer erschlagen würden. Als Demonstrationsobjekt präsentiert die Oberhexe den stets hungrigen Jungen Bruno, den unser Held im Hotel kennengelernt hat. Vor aller Augen verabreicht ihm die Oberhexe das sogenannte „Mäusemutarium“ – er verwandelt sich tatsächlich in eine kleine Maus und versteckt sich. Ein unangenehmer Geruch steigt einer der Hexen in die Nase. Gleich darauf wird unser Held entdeckt. Ihm droht das gleiche Schicksal wie dem armen Bruno …

Ich bin von Hexen Hexen absolut begeistert… ich liebe Grusel und Horror und dieses Buch passt einfach perfekt. Es ist ein Kinderbuch ja… aber es ist ein zeitloser Klassiker wie Rotkäppchen, Hänsel und Gretel sowie der Wolf und die sieben Geislein… Ich habe das Buch verschlungen und genossen und kann nicht wirklich auch nur etwas schlechtes an dem Buch finden. Für alle die mit lesen nichts anfangen können (gibt es so etwas überhaupt) gibt es mittlerweilen auch eine Verfilmung… Alle andere die mal einen entspannten und kuschligen Lesenachmittag erleben wollen dürfen sich gerne auf „Hexen Hexen“ einlassen… Ich habe es einfach geliebt…

Jack Ketchum – Die Schwestern

„Die Schwestern“ spielt kurz nach dem mexikanisch-amerikanischen Krieg. Der abgehalfterte Journalist Marion T. Bell reist auf der Suche nach einer guten Story durch das staubige Arizona und reitet eine Weile zusammen mit dem Revolverhelden John Charles Har und dem raubeinigen Mother Knuckles durch die Wüste.

Eines Tages stolpert die zu Tode erschöpfte und mit sichtbaren Spuren von Misshandlungen bedeckte Elena zwischen ihre Pferde. Die drei Männer nehmen sich der jungen Frau an und peppeln sie ein wenig auf, während sie ihre Geschichte erfahren, die es in sich hat, denn sie berichtet von der brutalen Entführung in ein Sklavenlager jenseits des Flusses, dem Missbrauch durch zahllose Männer und von der grausamen Herrschaft der Valenzura-Schwestern, die auch 300 Jahre nach dem Untergang des Aztekenreiches noch immer deren alte, blutige Götter verehren und die grausamen Riten durchführen.

Auch wenn die hartgesottenen Kerle schaudern, so sind sie doch nicht mehr dazu bereit, die junge Frau aus den Augen zu lassen. Denn Elena scheint unerschrockener als sie, will sie doch wieder an den Ort ihrer Qual zurück, um auch ihre Schwester Celine zu retten…

Jack Ketchum entwirft in seinem gewohnt brillanten Schreibstil eine Westernwelt im Arizona der 1848er Jahre. Seine Helden sind scharfzüngige, raubeinige und knallharte Typen und die Atmosphäre lässt einen das Feeling dieser Zeit spüren. Die Geschichte wird aus der Sicht des Ich-Erzählers Marion T. Bell erzählt, der durch seine Gedanken und Gefühlsäußerungen zur Spannung enorm beiträgt. Wer jetzt meint, dass Ketchum nicht in der Lage sei, einen schießwütigen Western zu schreiben, der irrt. Die Dialoge sind cool und es wird geschossen, was die Gewehre hergeben – ein typischer Western eben. Hinzu kommt die typische Portion Gesellschaftskritik, denn Ketchum zeigt, was passieren kann, wenn rachsüchtige und gewalttätige Menschen sich ihre eigene Subgesellschaft aufbauen.

Die Ketchum-Anhänger werden ebenso erfreut sein wie Neueinsteiger, denn der Autor geht mit seinen Charakteren gewohnt gemein um. Stellenweise müssen die Personen grausamere Folter erleiden, als in seinem kannibalischen Kleinod „Beutezeit“ – wer es gelesen hat, weiß, was Ketchum seinen Protagonisten anzutun vermag.

Rodger Simons- Emma

Boris Petrovs beste Zeiten beim KGB sind längst vorbei und so sitzt er sich seinen Hintern seit einigen Jahren an einem Schreibtisch der Polizei platt. Die politischen Veränderungen in Russland sind damit auch an ihm nicht spurlos vorüber gegangen. Alles was Boris eigentlich mit seinen 60 Jahren noch geblieben ist, sind nervende Kollegen, belanglose Anzeigen und die junge Nadja aus der Notrufabteilung, mit der er sich täglich einen wahren verbalen Kleinkrieg leistet. Der Notruf, der ihm auf den Tisch flattert ist schon etwas merkwürdig, denn wirklich schlau wird man aus den darin befindlichen Daten nicht. Statt einer Adresse wurden nur Längen- und Breitengrade angegeben um zum Zielpunkt zu gelangen und unterzeichnet wurde das ganze schlicht mit dem Namen Emma.

Da ihm keine freie Streife zur Verfügung steht, muss Petrov sich selbst etwas widerwillig zum Einsatzort bemühen. Später, an einem einsam stehenden Herrenhaus sieht er sich mit einem Komplex konfrontiert, der vollgestopft ist mit modernster Technik. Auch Sewjesch, ein arroganter junger Schnösel, der diese Forschungsanlage leitet ist ihm keine wirkliche Hilfe. Vielmehr belauert man sich zuerst, bis das es zu einer für Petrov gefährlichen Auseinandersetzung kommt. Doch dies ist nur ein Vorgeschmack auf den blutigen Schrecken, der sich Petrov innerhalb der Forschungseinrichtung offenbart und bald merkt er das es für ihn keinen Weg zurück mehr gibt, denn Emma hat längst alle Fäden in der Hand und bestimmt nun über Leben und Tod. Das Problem ist nur, dass Emmas zu Tode gefolterte und gehäutete Leiche direkt in seinem Blickfeld liegt.

Welchem Zweck diente diese Einrichtung und was hat dies alles mit den Seelen ihrer grausam ermordeten Opfer zu tun? Warum hat Emma die Polizei mit dieser höchst mysteriösen Nachricht kontaktiert und warum weiß dieses Wesen so viel aus der blutigen Vergangenheit des alten KGB-Agenten?

Der Härtegrad dieses Horrorthrillers bewegt sich dabei etwas über dem allgemein mittleren Niveau mancher anderer Thriller, so das man nicht unbedingt einen starken Magen benötigt, aber andererseits den einen oder anderen Schockmoment durchaus genießen kann. So bin ich (irgendwie hin und her gerissen) durchaus geneigt, dem Gesamtpaket EMMA (einschließlich der mir gesondert vorliegenden Vorgeschichte) noch drei von fünf möglichen Punkten zu geben. Dies liegt zum Teil daran, dass der Autor Rodger Simons es versteht, manchen kritischen Punkt schnell mit einer vorzüglichen Weiterführung der Story vergessen zu machen und damit dann durchaus schriftstellerisches Potential zeigt. Andererseits hätte die Wertung auch noch höher ausfallen können, wenn es eben dann nicht an manchen Ecken (Nachvollziehbarkeit, Handlungsdichte und Charakteraufbau) des durchaus spannenden Thrillers doch etwas zu auffällig geschwächelt hätte.

Yasmine Galenorn – Die Hexe

Ein Dämon mit großem Einfluss namens Schattenschwinge versucht, die Macht der Anderwelt und der Erde zu erlangen, um sie sich untertan zu machen. So treiben seine Handlanger ihr Unwesen in der menschlichen Welt und Camille soll sie mit ihren Schwestern Delilah und Menolly aufhalten und eliminieren. Gleichzeitig müssen sie einen Mann suchen, der eine Art Schlüssel hat, den Schattenschwinge braucht, um seinen Plan in die Tat umzusetzen. Wenn Camille und ihre Schwestern dieses Artefakt zuerst finden würden, wären sie dem Dämon einen Schritt voraus. Bei dieser Suche machen sie Bekanntschaft mit einigen interessanten und ausbaufähigen Figuren, die im Laufe der Serie wohl auch weiterhin die Schwestern begleiten werden.

Die Hälfte des Buches war gefüllt mit Erklärungen und der Vorstellung verschiedener Figuren und Wesen. Es war sehr interessant und für mich nie zu viel auf einmal, sodass ich den Erläuterungen gut folgen konnte. Auch ging es im Großen und Ganzen fast durch den gesamten Roman hindurch um die Suche nach einem Mann, der ihnen mit einem gewissen Gegenstand helfen könnte, gegen die dunklen Mächte anzukommen. Neben diesem Mann traten auch noch weitere männliche Gestalten in das Leben von Camille und ihren Schwestern. Manche Begegnungen endeten in erotischen Situationen, die schön, aber nicht zu ausführlich dargestellt wurden.

Den ersten richtigen Knalleffekt gab es erst nach schätzungsweise einem Drittel des Buches. Danach wurde es immer aufschlussreicher und interessanter, was auch das Artefakt anging. Trotz der teilweise vorhersehbaren Handlung hatte die Geschichte etwas Fantastisches an sich. Vielleicht lag es daran, dass es sich um drei Schwestern handelte, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Denn obwohl sie teilweise von Sidhe (Feen) abstammten, sind sie doch sehr verschieden in ihrer Gestalt und Art. Schließlich war Camille eine Hexe, Delilah eigentlich eine Katze und Menolly ein Vampir …

Wenngleich es größtenteils weder Spannung noch Dramatik gab trotz zweier Leichen, wollte ich doch immer wissen, wie es weitergeht und was zwischen den Figuren als nächstes passierte. Dass sie die Menschen immer als VBM (Vollblutmensch) sahen, während die Feen, in der Anderswelt Sidhe, von den Menschen VBF (Vollblutfee) genannt wurden, fand ich sehr amüsant. Was allerdings auf Camille und ihre Schwestern leider nicht zutraf, da sie halb Mensch, halb Sidhe, sind.

Der Roman wurde aus Camilles Sicht in der Ichform erzählt. So bekam ich auch ihre Gedanken mit und konnte mich gut in sie hineinversetzen. Dieses Werk lässt sich durch den einfachen Schreibstil flüssig lesen. Es wird alles genau erklärt, die Handlung wurde dadurch aber nicht langweilig. Teils waren witzige Vergleiche bei manchen Erklärungen dabei, was mir sehr gefiel. Die Charaktere wurden im Laufe des Buches immer besser vorgestellt und ich bekam schon eine kleine Ahnung, was im nächsten Band wohl geschehen wird.

Fazit:
Ein toller Auftakt einer Serie über drei sehr unterschiedliche und interessante Schwestern und ein Fantasiebuch, das „Frau“ gefallen wird. Ich würde am Liebsten sofort weiterlesen und vergebe diesem Roman vier Sterne.

Anna Pfeffer – Für dich solls tausend Tode Regnen

An diesem Jugendbuch ist wirklich alles perfekt. Angefangen vom wunderschönen Cover, das so toll gestaltet ist, sodass es sofort ins Auge sticht. Der Titel tut natürlich ein Übriges und um das Ganze perfekt zu machen. Aber keineswegs auf die traurige Art, denn es geht vielmehr um die außergewöhnliche Leidenschaft der Hauptfigur Emi. Die 15-Jährige liebt es, sich außergewöhnliche Todesarten für ihre Mitmenschen auszudenken, vornehmlich natürlich für jene, die sie nerven und da gibt es mittlerweile leider mehr als genug.

Emi ist grundsätzlich pessimistisch und gewinnt dem Leben nicht unbedingt die positiven Seiten ab. So ganz anders als ihr älterer Bruder Oliver, der überall sehr beliebt ist, schnell Freundschaften schließt und ein offener und lebensfroher Junge ist. Somit hat er auch kein Problem damit, daß er mit Schwester Emi und dem Vater von Heidelberg nach Hamburg umgezogen ist. Emi hingegen rebelliert innerlich immer noch gegen den Umzug. Die neue Schule, die Lehrer, die Mitschüler – alles ödet sie an oder nervt sie unermesslich Einzig ihre in Heidelberg zurückgebliebene Freundin Charlie, mit der noch Kontakt hält, ist ein Lichtblick in ihrem für sie tristen Dasein. Doch auch Charlie hat nicht mehr so viel Zeit für sie, denn sie ist verliebt. Dann gibt es da noch Mara, die neue Freundin ihres Vaters, die so bemüht ist und einfach nur nett sein will. Nervig nett!

Schlimmer kann es doch da wohl nicht mehr kommen, denkt sich Emi. Von wegen! In der Schule eckt sie mit dem coolen Erik aneinander, dem Schwarm vieler Mädchen und dem Alphatier mit dem es sich keiner verscherzen will. Doch das ist Emi herzlich egal und so bleiben weitere Dispute nicht aus bis es so richtig zischen den Beiden kracht und dieses Mal sogar wortwörtlich bei einem Chemieexperiment in der Schule. Vom Rektor gibt es nach Absprache mit dem von dieser Idee begeisterten Vater dann Strafdienst für Emi und Erik und zwar für 8 Wochen samstags gemeinsam Graffiti von den Wänden schrubben. Kein Wunder also, daß Emi mit dem Ausdenken von Todesarten für Erik gar nicht mehr nachkommt, bis sie merkt, daß der vielleicht gar nicht so schlimm ist wie sie dachte….

Dieses Buch ist ein wahres Highlight. Der schwarze und freche Humor, die zynische Art von Emi, die einem sofort ans Herz wächst und der flotte Schreibstil mit seinen treffsicheren Dialogen fesseln sofort. Emi ist absolut kein typischer Teenager und wir erleben ihre Sicht auf ihr Leben und ihre Umwelt messerscharf und bissig. Eine Pointe jagt die andere und das immer sehr zielsicher. Ich bin so begeistert von den genialen und faszinierenden Ideen des Romans, dass ich die Autorin definitiv im Auge behalten werde. Das Buch ist ein wunderbares Jugendbuch, da es trotz aller Unterhaltung und allem Humor einige bedeutende Themen wie Zukunft, Vorurteile, Vertrauen, Familie, Freundschaft und erste Liebe anspricht. Dies wird so gekonnt und warmherzig in eine mehr als witzige Geschichte eingebettet, dass man hätte stundenlang weiterlesen können.


Justin Cronin – Der Übergang

Army Harper Belafonte ist ein besonderes Mädchen. Ihre Mutter weiß es, ist aber mit der Herausforderung und der Verantwortung eine Tochter zu haben überfordert, und überlässt sie, einen Nonnenkloster. Zwei FBI Agenten bekommen von einer hohen Regierungsstelle den Auftrag, zum Tode verurteilte Verbrecher in ihren Todeszellen aufzusuchen und sie für ein höchst geheimes Projekt zu überreden. Akzeptieren die zum Tode geweihten Männer und Frauen diesen Vorschlag, so gibt es sie offiziell nicht mehr und sie werden zu einer Geheimen Medizinischen Forschungseinrichtung in Colorado gebracht. Auch Amy soll an dieser medizinischen Versuchsreihe teilnehmen und wird kurzerhand von den FBI Agenten entführt. Doch Brad Wolgast, dessen Leben ein einziges Trümmerfeld nach dem Tod seiner Tochter und der Scheidung ist, überkommen schwere Gewissensbisse. Was gibt ihnen das Recht, dieses sechsjährige Mädchen zu entführen und sie in einer Forschungseinrichtung abzugeben, wo sie vielleicht nur der Tod willkommen heißt? In der Forschungseinrichtung in der die höchsten Sicherheitsbedingungen herrschen und die von Soldaten bewacht wird, soll ein Experiment die Menschen unsterblich machen, doch die Probanden denen ein Virus infiziert wurde, verändern sich. Sie werden zu lichtscheuen, menschenähnlichen Kreaturen, mit nagellangen, spitz zulaufenden Zähnen, die Gesichter hager und blaß, die Gliedmassen gleichen eher Raubtierkrallen entwickeln diese eine hohe physische unmenschliche Kraft. Als das Experiment aus dem Ruder läuft und die Einrichtung von den ehemaligen Häftlingen und nun Monster, überrannt und vernichtet wird, droht ihr Hunger nach Blut alles Leben auf dem amerikanischen Kontinent auszulöschen. Ein Alptraum für die Menschheit, sollte es den „Virals“, wie sie später genannt werden, gelingen den Kontinent zu verlassen, so wäre es die Apokalypse für die Gattung Mensch. Mit knapper Not gelingt es Wolgast Amy zu befreien und zu fliehen. Ihr Weg führ sie quer durch die USA, aber mit rasanter Geschwindigkeit breitet sich das Virus aus und ganze Städte und Regionen werden entvölkert. Abgeschieden verstecken sich die beiden über einige Zeit, doch es kommt wie es kommen muss, dass Virus holt sie ein und Wolgast findet den Tod.

Knappe 100 Jahre später: Die Menschheit ist nicht zur Gänze ausgestorben, aber deutlich dezimiert. Die USA gibt es nicht mehr, es gab Hungersnöte, Bürgerkriegsähnliche Verhältnisse und selbst Nuklearwaffen wurden eingesetzt. Die letzten Überlebenden verschanzen sich in Festungen die durch hohe Mauern und schweren Scheinwerfern mit enormer Leistung gegen die unzähligen Virals geschützt wird. Es herrschen strenge Gesetze hinter diesen Mauern, nur so haben es die Menschen schaffen können, zu überleben, doch es ist nur eine Frage der Zeit bis die Generatoren die die Scheinwerfer mit Strom versorgen zur Neige gehen und mit der Dunkelheit wäre es das Ende dieser „Kolonie“ von Überlebenden. Als Amy vor den Toren dieser Kolonie steht, gleicht es einen Wunder, bisher gab es nur wenige „Walker“ die überlebt und den Weg hinter den Mauern in den geschützten Bereich gefunden haben. Als während dieser Rettungsaktion Virals auftauchen und Amy dabei verletzt wird, tauchen schnell die ersten Fragen auf! Wer ist das jünge Mädchen die schätzungsweise gerade erst 16 oder 17 Jahre alt sein kann und warum verheilen ihre Wunden derartig schnell? Wie konnte sie ganz alleine in der Einöde die von Virals versucht ist überleben? Es scheint so, dass Amy der Schlüssel ist zum Überleben und dem Fortbestand der Menschheit, doch auch in der Kolonie gibt es andere Meinungen und ganz persönliche Interessen….

„Der Übergang“ bedient sich im Grunde einer der vielen apokalyptischen Ideen die es schon gibt. In „The Stand“ – „Das letzte Gefecht“ von Stephen King ist es ebenso eine biologische Waffe, die die Menschheit an die Klippe zur Vernichtung bringt und in „Die Straße“ von Cormac McCarthy macht sich eine fast identische Dramatik breit, wenn der Autor die Regionen und ausgestorbenen Städte beschreibt. Auch in dem Bestseller Roman von Justin Cronin ist es das ungefähr gleiche Bild, dass sich dem Leser präsentiert. Wie um die These zu beweisen, dass sich die Menschheit am Ende selbst umbringt, beschreibt Cronin eine eindringlich, traurige, fast schon depressive Welt. In dem ersten Drittel des Buches beschreibt der Autor quasi in der Einleitung die Experimente und den Ausbruch des Virus, aber leider beschreibt er zu wenig wie Menschen dagegen angehen und es bekämpfen. Nach nur wenigen Seiten ist die Menschheit in geballter Form vernichtet, wie es auf den anderen Kontinenten aussieht, verschweigt Cronin leider?! Gibt es dort Hoffnung? Gibt es ein Heilmittel? Offene Fragen die der Leser noch nicht befriedigend beantwortet werden. Die „Virals“ wie sie im Buch genannt werden, sind eine Symbiose von Vampiren und Zombies, ob sie nun intelligent sind oder einfach nur Bestien bleibt auch unbeantwortet. Ist es Instinkt wie sie angreifen, oder ist es aus Erfahrungen abgeleitet und erlernt? Sie sind jedenfalls auch „sterblich“ wenn auch ihre Achillesferse nicht am Fuß zu finden ist. Ansonsten verfügen sie über immense Körperkraft, können wahnsinnig weit und hoch springen, sind wahre Akrobaten und haben einen unbändigen Appetit auf Blut, der sie fast alles vergessen lässt.

„Der Übergang“ von Justin Cronin ist nur der Auftakt einer Trilogie um „Amy“, und es versteht sich, so habe ich es beim Lesen empfunden, als eine Einleitung. Der Stil des Autors in seinen Beschreibungen einzelner Szenen ist gewöhnungsbedürftig, manchmal kurz und knapp, manchmal ausführlich, fast schon überflüssig gibt es so manchen Cliffhanger innerhalb der Geschichte. Doch die Handlung zieht sich gekonnt beschrieben durch die Geschichte und halten den Spannungsbogen im positiven Level. Der zeitliche Sprung von knapp 90 Jahren war zu schnell. Gerne hätte man doch gewusst wie es nach dem Ausbruch weiterging, dass wird zwar auch angerissen, aber hier auch wieder nur spärlich. Der Autor Justin Cronin konzentriert sich auf seine Protagonistin Amy und verfehlt manchmal die Wichtigkeit von Nebenschauplätzen und Geschichten, die dem Roman noch mehr Tiefe hätten geben können. Zum Beispiel das Leben innerhalb der Kolonie ohne den für uns täglichen angenehmen Luxus, ohne Nahrungsmittel deren wir uns unendlich bedienen können oder kultureller Unterhaltung, all das passte wohl nicht ins Schema, aber es im Grunde hätte es das Gesamtbild viel runder machen können. Im Grunde mal abgesehen von der Spannung die ja da ist, gibt es zu viele unzählige Lücken die einfach nicht mit interessanten Charakteren oder Nebengeschichten aufgefüllt werden. Das Gerüst der Geschichte steht zwar, meiner Meinung aber nach auf einigen sehr instabilen Beinen. Hinzu kommt noch etwas mehr Verwirrung wenn auf einmal die Rede ist von gefundenen Berichten und man auf die Jahreszahl achtet, z.B. 1003 n.A. soll heißen nach Ausbruch des Virus. Wieder eine große zeitliche Lücke die wiederum Fragen aufwirft.