Karen Chance – Untot mit Biss

Cassie, die als Vierjährige ihre Eltern verloren hat, wurde von einem Vampir großgezogen. Da sie schon zwei mal aus seinem Herrschaftsbereich geflüchtet ist, hat Tony noch eine Rechnung mit ihr offen. Cassie findet erst einmal Schutz im Hauptquartier von MAGIE (Metaphysische Allianz für Größere Interspezies-Erneuerung). Sie möchte gerne mehr über das Schicksal ihrer Eltern erfahren, die auf Tony’s Befehl ihr Leben verloren haben.
Schnell wird das ganze recht verwirrend. Der Leser wird mit immer mehr magischen Geschöpfen und „Dingen, die sich nachts herumtreiben“ konfrontiert. Anfangs fällt es schwer, sich in der Welt dieser vielfältigen überirdischen Kreaturen zurecht zu finden. Neben Vampiren und Magiern trifft man auf Golems, Geister und Gepräge, ja sogar Elfen, Wer-Geschöpfe und Satyrn spielen eine, wenn auch teilweise untergeordnete Rolle. Um die Übersicht zu behalten, ist es von Vorteil, wenn man bereits ein paar Vorkenntnise über diese Spezies hat. Außerdem hat die Autorin einige historische Gestalten kurzerhand in Untote verwandelt und in die Geschichte eingebaut, wie zum Beispiel Rasputin, Raffael, Christopher Marlowe. Zusammen mit Cassie erlebt man im Lauf der Story so einige Überraschungen, die nicht gerade angenehmer Natur sind, und sie muss ihre Meinung des öfteren neu überdenken. Sie geht mir ihrer Situation erstaunlich gelassen um, und ihre Schilderungen sind mir einer guten Portion schwarzem Humor gewürzt. In der Vorstellung der Autorin ist vom Auftakt zu einer romantischen Romanserie die Rede. Cassie hat zwar, mit verschiedenen Vampiren, ein paar erotische Erlebnisse, die auch sehr ansprechend und gekonnt geschildert sind, aber von Romantik ist da keine Spur.
Mir persönlich kommt der Roman reichlich überfrachtet vor. Auch wenn die Geschichte sehr aktionsreich ist, wirkt sich das recht ermüdend aus. Der Umstand, dass Cassie zwischendurch immer wieder in dem einen oder anderen fremden Körper landet und auch noch dabei durch die Zeit reist, macht das ganze nicht gerade übersichtlicher. Durch die vielen eingestreuten Rückblenden liest sich das Buch recht anstrengend. Ich denke, da wäre weniger manchmal mehr gewesen.

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