Oliver Pötzsch – Die Schwarzen Musketiere und das Schwert der Macht

Lukas und seine drei Freunde wollen nur eines – die zerstörte Burg Lohenstein soweit aufbauen, dass sie darin gut über den kalten Winter kommen können. Doch da taucht der Sterndeuter Senno auf und hat beunruhigende Neuigkeiten für die vier Kampfgenossen: Ihr alter Widersacher, der Inquisitor Waldemar von Schönborn, habe die legendären Reichsinsignien, die für die Krönung eines Deutschen Kaisers unerlässlich sind, in seinen Besitz gebracht. Senno befürchtet nun, dass Waldemar von Schönborn mithilfe von Schwert, Krone und Zepter das Reich erpressen will. Die wertvollen Gegenstände habe der Inquisitor an drei verschiedenen Orten in der alten Kaiserstadt Prag versteckt. Lukas, Giovanni, Jerome und Paulus zögern keine Sekunde und machen sich auf den Weg nach Prag. Doch das Abenteuer, das sie dort erwartet, stellt ihren Mut und ihre Freundschaft auf eine harte Probe …

Da ich den ersten Band nicht gelesen habe, war ich sehr positiv überrascht, wie gut die Ereignisse aus dem ersten Band und die Beschreibung der Figuren eingebunden wurden. Die Sprache ist locker, leicht verständlich und der Zielgruppe angepasst. Unbekannte Begriffe werden im angeschlossenen Lexikon erklärt. Der Autor schafft es bis zum Ende viel Spannung aufzubauen. Gezielt wird auch Grusel eingesetzt, der selbst mich ab und an schaudern ließ.
Die Geschichte um die schwarzen Musketiere hat mir sehr gut gefallen und ich werde definitiv den ersten Band noch nachlesen. Die Figuren waren gut durchdacht. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und ist ein wertvolles Mitglied der Gruppe. Lukas ist ein guter Anführer. Er entwickelt im Laufe der Geschichte weiter und sorgt sich sehr um seine Schwester. Man fühlt sehr gut mit ihm mit und rätselt auch, wer der Verräter in den eigenen Reihen ist. Mit Elsa hatte ich so meine Probleme. Man merkt, dass das Zauberbuch Elsa mit der Dauer verändert, was auch Lukas auffällt. Manchmal fand ich Elsas Reaktion auf diese Anschuldigungen einfach zu trotzig und kindisch. Es war auch immer dieselbe. Das hat mich gestört, denn nach dem dritten Mal war diese Diskussion einfach zu viel. Die anderen Figuren trugen sehr viel zur Spannung und zum Witz der Geschichte bei.

Fazit:
Für mich war es ein gelungener zweiter Band, der nicht nur für jüngere Erwachsene geeignet ist. Man kann diesen Band auch unabhängig vom ersten lesen. Der Anfang zieht sich etwas, aber die letzten Zweidrittel sind rasant und spannend. Das Ende ist offen und macht Lust auf die nächsten Abenteuer mit den Musketieren. Verdiente 4 Sterne!

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