Shane Hegarty – Darkmouth der Legendenjägern

9783789137259

 

Darkmouth ist der letzte Ort auf der Welt, der von Monstern, den sogenannten Legenden, heimgesucht wird. Daher lebt in Darkmouth auch der letzte aktive Legendenjäger, Finns Vater. Der 12-jährige Finn wird schon sein ganzes Leben darauf trainiert irgendwann in die Fussstapfen seines Vaters zu treten, dabei würde er doch viel lieber Tierarzt werden. Doch dann geschehen plötzlich merkwürdige Dinge und neue Tore zu der Welt der Legenden schiessen nur so aus dem Boden. Finn bleibt nichts anderes übrig als sich den Legenden zu stellen, denn er scheint der einzige zu sein, der sie aufhalten kann…

Ich mag spannende und humorvolle Kinderbücher total und da hat mich „Darkmouth“ durch seine interessante Idee sofort angesprochen. Die Gestaltung, die im Innern des Buches sogar noch genialer ist, hat dann ihren Rest getan, dass ich das Buch unbedingt lesen musste. Meine Erwartungen waren auch dementsprechend hoch, doch ich wurde glücklicherweise nicht enttäuscht.

Die Geschichte fängt direkt total spannend an und man begleitet Finn auf der Jagd nach einer der Legenden, die gerade durch ein Tor nach Darkmouth gekommen ist. Schon auf diesen ersten Seiten hat Finn meine Sympathie gewonnen. Er wurde schon sein ganzes Leben darauf vorbereitet in die Fussstapfen seines Vaters zu treten und wie alle seine Vorfahren ein Legendjäger zu werden. Doch Finn ist kein besonders talentierter Legendenjäger, er ist etwas tollpatschig und würde eigentlich auch viel lieber Tierarzt werden. Die Legenden tun ihm ausserdem irgendwie Leid, wenn sie eingefangen, geschrumpft und in kleine Behälter gesperrt werden.

Ich denke jeder Leser kann sich gut mit Finn identifizieren und ich konnte sehr gut mit seinen Konflikten mitfühlen. Nicht nur kämpft er ständig damit die Erwartungen seines Vater zu erfüllen, auch in der Schule ist er nicht besonders beliebt, da er sich auch in Bezug auf den Umgang mit Anderen etwas ungeschickt anstellt. Man kann eigentlich gar nicht anders als Finn ins Herz zu schliessen. Dasselbe gilt im Übrigen auch für Emmie, mit der sich Finn im Verlauf der Geschichte anfreundet. Die Freundschaft der beiden fand ich richtig süss, besonders wegen Finns etwas unbeholfener Art, wie er Emmie immer wieder beeindrucken will.

Die erwachsenen Charaktere mochte ich leider etwas weniger. Besonders Finns Vater ist mir manchmal echt schrecklich auf die Nerven gegangen. Er hat leider absolut kein Verständnis für seinen Sohn und macht diesem teilweise wirklich ziemlich viel Druck. Da war mir Finns Mutter schon viel sympathischer, auch wenn sie nur eine relativ kleine Rolle in der Geschichte einnimmt, mochte ihn ihre herzliche Art total und sie ist fast ein bisschen der Ruhepol im Ausgleich zu Finns Vater.

Durch die kurzen Kapitel und den lockeren, humorvollen Schreibstil kommt man eigentlich richtig schnell vorwärts und ich dachte anfangs auch, ich würde das Buch innerhalb von ein paar Tagen beenden. Am Schluss hat es dann leider doch etwas länger gedauert, was hauptsächlich daran lag, dass die Handlung nach dem spannenden Anfang etwas an Tempo verliert. Ausserdem ist die Handlung bis zum letzten Drittel der Geschichte auch ziemlich voraussehbar und konnte mich daher nicht richtig fesseln. Gegen Ende gibt es jedoch ein paar richtig spannende und teilweise wirklich überraschende Wendungen, weshalb ich dem zweiten Teil jetzt schon entgegenfiebere.

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