Richard Laymon – Kill for Fun

kill_for_funDer bereits 2001 verstorbene Laymon erlebt z.Zt. insbesondere durch die Veröffentlichungswelle im Heyne Verlag geradezu eine Renaissance auf dem deutschen Buchmarkt. So ist es umso interessanter, dass der rührige und immer für Nischenveröffentlichungen aus der Horror-Szene gute Festa Verlag, diese kleine „Werksschau“ herausbringt.
Die Anthologie von 12 Geschichten enthält Werke aus allen Schaffensphasen Laymons. Der Bogen reicht von 1975 bis 2001 und sogar zu einer 2005 posthum erschienenen Story.
Inhaltlich und stilistisch lassen sich die Entwicklungen von Laymons Schaffensphasen deutlich nachvollziehen. So sind die frühen Stories eher noch der fantastischen Literatur zuzuordnen, während mit fortlaufender Zeit es immer weiter Richtung Splatter-Horror geht.
Vom wirklich harten Horror-Thriller (Triage), über Gespenstergeschichten (Die Turmspringerin) bis hin zur gemeinen Kurzgeschichte à la Roald Dahl (Oscars Vorsprechen) ist alles dabei, so dass der geneigte Leser und besonders der fortgeschrittene Laymon-Fan ein echtes Kleinod in die Hände bekommt. Danke an Festa!!!
Wer sich allerdings in erster Linie unter voyeuristischen Aspekten neue Einblicke in das von pubertären Sexfantasien geprägte Werk des Autoren erhofft, dürfte bei einigen Geschichten zu kurz kommen.
Wie immer bei Laymon gilt: Nichts für schwache Nerven!

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