Mira Grant – Feed

51dRK+wQbTLIn Feed/Viruszone sind Krankheiten wie Krebs und die ewig lästigen Erkältungen durch Viren besiegt worden. Dummerweise sind sich die beiden Virenstämme etwas zu nah gekommen und haben die unangenehme Nebenwirkung mitgebracht, dass tote Menschen nicht tot bleiben, sondern als Zombies durch die Gegend schwanken und versuchen ihre Mitmenschen zu fressen.

In dieser Welt begleiten wir die Geschwister Georgia und Shaun Mason, die einen Newsblog zum Thema Zombies betreiben. Denn die Blogosphäre hat in dieser Welt eine ganz andere Bedeutung bekommen seit die Toten wieder zum Leben erwachen. Die althergebrachten Medien wurden abgelöst durch Internetblogs und die Wahlkampagne des neuen Präsidenten wird von den aufsteigenden Bloggersternchen Georgia und Shaun begleitet.

Die Welt ist gut durchdacht und das Vorhandensein der Zombies ist gut und nachvollziehbar erklärt. Dabei muss jeden klar sein, dass dieses Buch keine Zombie-Splatter Action beinhaltet, sondern sich eher mit den gesellschaftlichen Konsequenzen der Zombie Seuche auseinandersetzt. Das Buch ist aus Georgias Perspektive erzählt und sie erklärt den Leser ihre Welt. Massenveranstaltungen finden nur noch selten statt, da die Menschen Angst vor einer spontanen Virenvermehrung haben und auch jedes Haustier über 25kg kann den Virus auf Menschen übertragen. Dies alles wird in dem Buch gut vermittelt, die Gesellschaftsstrukturen, wie auch die neuartige Nachrichtenlandschaft werden anschaulich und gut erklärt.

Die Sprache ist dabei einfach und die Länge der Sätze oft übersichtlich. Ab und an wird etwas saloppe Jugendsprache in den Text gestreut um das Ganze etwas aufzulockern. Teilweise wird nämlich etwas trocken über die Zombiewelt doziert ohne die Handlung dadurch voran zu bringen.

Leider ist der Spannungsbogen in dem Buch nicht kontinuierlich hoch. Es gibt einige Längen, wodurch sich die 512 Seiten doch ganz schön in die Länge ziehen. Das Buch hätte gut und gerne um 200 Seiten gekürzt werden können und als Leser, hätte man wohl nicht viel verpasst. Richtige Zusammenstöße mit den allgegenwärtigen Zombies gibt es nur selten. Georgia und Shaun sind keine blutsverwandten Geschwister und ihre Beziehung zueinander ist schon als sehr eng zu beschreiben. Dabei leben beide eigentlich nur für ihren Job und nehmen es auch in Kauf dafür ihr Leben zu riskieren.

Das Ende des Buches ist vorhersehbar, da es meiner Meinung nach schon auf den ersten Seiten auf genau dieses Ereignis zusteuert. Das finde ich aber nicht schlimm, da mich dann doch die Einzelheiten „des Ereignisses“ am Ende interessiert haben und ich auch am Ball geblieben bin. Ein paar Überraschungen hat die Geschichte dann doch für mich bereitgehalten und obwohl sich manche Stellen wirklich in die Länge gezogen haben, konnte mich das Buch dann auch wieder packen.

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