Michael Scott Die Geheimnisse des Nicholas Flamel – Die silberne Magierin

61Q8sxtYdCLIch weiß gar nicht, wo ich anfangen soll! Michael Scott ist es gelungen ein fantastisches Finale zu schreiben, bei dem nicht nur alle Handlungsstränge zur größten Zufriedenheit abgeschlossen werden, sondern besonders beliebte und lieb gewonnene Charaktere zu neuer Stärke zurückkehren, um in diesem Kampf, der das Schicksal der Welt bestimmt, zusammen zu arbeiten und ihr Bestes zu tun! Ich mochte die Reihe von Anfang an sehr gerne. Die Mischung aus Mythologie und Erzählungen und den dutzenden Ideen, die dem Autor einfach nie auszugehen zu schienen, hat mich die meiste Zeit sehr gebannt unterhalten. Zugegeben, die Reihe hatte einige Schwächen und bediente auch öfters mal ein Klischee, aber hier hat der Autor in der sechsbändigen Handlung, noch einmal alles gegeben.

Nachdem Band fünf mehr oder weniger die Leser mit einem grausigen Ende zurückließ, geht es hier gewohnt schnell weiter. Nachdem man so viele Bücher von Michael Scott gelesen hat, weiß man, was man erwarten kann und der Autor enttäuscht keineswegs. Gekonnt rasant wie immer leitet er in die vielen angefangenen Handlungsstränge über und es bleibt selten ein Moment zum verschnaufen. Die drängende Atmosphäre legt hier nämlich noch mal einen Zahn zu und man spürt förmlich, das bald alles zu Ende sein wird, vielleicht sogar schneller, als man eigentlich möchte.

Neben Spohie und Josh erzählen auch wieder einige andere Charaktere die Handlung und was sie dieses Mal so spannend macht, ist die Abwechslungs aus allem, was in der Gegenwart geschieht, aber auch in der Vergangenheit. Die Reise, die beide Zwillinge antreten, schweißt sie Kapitel für Kapitel zusammen. Ich fand es wunderbar zu lesen, wie beide ihre Differenzen beilegen und zusammenhalten, nicht nur, weil sie Geschwister sind und Familienbande eben viel bedeutet. Beide haben eine ziemlich starke Entwicklung durchgemacht, sind durch Hochs und Tiefs gegangen und in diesem Band, hat man gespürt, wie sie mit jedem neuen Problem erwachsenen geworden sind. Es ist immerhin eine lange Zeit vergangen, seitdem die Geschichte in einem Buchladen und durch einen Haufen Zufälle ihren Anfang fand und dem Autor ist es richtig gut gelungen, dem Leser noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, was bisher geschah und wie Vergangenes die Zukunft immer wieder beeinflussen kann.

Sophie mochte ich in diesem Teil am meisten. Im Gegensatz zu Josh war sie mir immer etwas sympathischer gewesen (nicht nur, weil dieser zuletzt alle Freunde verraten hat) und hier glänzt sie noch einmal, wie man es von ihrem mutigen und loyalen Charakter gewohnt ist. Einnehmend geschildert waren auch die vielen Freundschaften und Beziehungen mit all den bekannten Verbündeten, die Sophie und Josh kennen und schätzen gelernt haben. Alles wurde noch mal eine Ecke intensiver, weil eben so viel auf der hohen Kante lag. Schon allein, die Tatsache, dass in der Prophezeihung geschrieben steht, dass einer „böse“ und einer „gut“ sein wird, hat das Finale richtig episch gemacht. Darauf haben wir alle gwartet: die Entscheidung, die das ganze Gleichgewicht kippen wird.

Obwohl Spannung in diesem Buch kein Fremdwort ist, hat der Auto sich wieder genug Zeit genommen, seinen Nebencharakter ebenfalls eine authentische Geschichte zu schreiben. Ich fand es äußerst gelungen, wie hier einige Figuren zueinander finden und sozusagen ihr persönliches Happy End finden, denn das war mir wirklich wichtig, wo die meisten so treue Begleiter der Zwillinge waren.

Lebendige Schilderungen, abwechslungsreiche Schauplätze und sogar noch einiges Neues, was Magie und Mythologie betrifft machen die silberne Magiern wieder zu einem unterhaltsamen Abenteuer, das nicht spurlos an einem vorbeiziehen kann! 🙂

Trotz der hohen Seitenanzahl, kam ich hin und wieder aber nicht um das Gefühl herum, dass hier alles etwas kurzweiliger angelegt wurde, als noch in den Bänden davor. Wahrscheinlich ist das einer der Nachteile, wenn man sich so viel vornimmt, wie es Michael Scott in jedem seiner Werke getan hat. Viele Leser haben öfters bemängelt, das die Nicholas Flamel Bücher etwas überladen sind, was Plot, Informationen und Charaktere angeht. Ich habe das immer besonders gemocht, aber ich muss auch leider sagen, das dies hier öfter zutrifft. Besonders die teilweise ausgeschmückten Kapitel, die nicht aus der Sicht von Sophie oder Josh waren, wurden mir manchmal etwas zu viel Erzählung. Natürlich muss einem klar werden, dass die Geschichte längst nicht mehr nur einige Charaktere einschließt, da der Autor eben einen ziemlich großen Bogen um alle Beteiligten zielt, aber hier hat das an einigen Stellen für mich nicht so gut gepasst.

Ein furioses Finale, das alles bietet, was man sich wünscht: jede Menge Spannung, Tiefgang und Entwicklungen, die einen nicht immer überraschen, dafür aber fesseln können, bis man die letzte Seite ausgelesen hat!

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