Kelley Armstrong – Nacht der Dämonin

978-3-426-50915-9.jpg.30455127Obwohl man jeden Roman dieser Buchreihe unabhängig voneinander lesen kann, da jede Geschichte in sich abgeschlossen ist, fürchte ich gerade bei diesem Band jedoch, dass Neueinsteiger Probleme mit der Geschichte bekommen werden. Obwohl sich die Autorin Mühe gibt, genug Informationen über ihre geschaffene Welt, samt Kabalen, Rat, Werwölfen und Dämonenproblemen zu geben, bezweifele ich, dass Neueinsteiger alles in voller Tragweite erfassen können.

Kenner der Reihe fürchten gleich zu Beginn Schreckliches, denn Benicio Cortez, der Anführer der Cortez-Kabale, bittet bzw. fordert Hopes Hilfe in einer halb kabaleninternen Angelegenheit. So bleibt man als Fan der Reihe von Beginn an in gespannter Erwartungshaltung, auch wenn der Auftrag zunächst mit eher wenig Spannung losgeht. Hope soll sich eine Gruppe junger paranormaler Menschen einschleusen, die sich von den Kabalen losgesagt haben. Das schafft Hope zwar, aber die Geschichte beginnt dadurch eher verhalten. Es dauert einige Zeit bis Hope in die Gruppe aufgenommen wir und sich in sie integriert. Leider passiert währenddessen nicht viel. Obwohl man bereits das Schlimmste befürchtet, schafft die Autorin es diesmal einfach nicht die volle Aufmerksamkeit des Lesers zu fesseln. Auch mit Hope wurde ich nicht so recht warm, nur in ihren Szenen mit Karl kam ich ihr etwas näher.

Ab der Hälfte des Buchs zieht die Spannung jedoch kräftig an und das schon befürchtete Unheil nimmt seinen Lauf und nimmt wahrlich erschütternde Ausmaße an. Da diese eben besonders die Cortez-Kabale betreffen, ist dies jedoch nicht nur Hopes Geschichte, sondern ganz besonders auch Lucas Geschichte. Die Geschehnisse werden deshalb nicht nur von Hope erzählt, sondern die Perspektiven wechseln zwischen ihr und Lucas. Zur erleichternden Orientierung dient als Kapitelüberschrift jeweils der Name des jeweiligen Ich-Erzählers.

In der zweiten Hälfte des Buchs zeigt Kelley Armstrong also wieder was sie kann! Es wird spannend und hochdramatisch. Die Ereignisse überschlagen sich geradezu und mit jeder Seite enthüllen sich überraschende und immer komplexere Informationen. Es wird sogar eine Brücke zu früheren Romanen geschlagen, was die Geschehnisse rund und innerhalb des Armtrong-Universums glaubhaft macht. Am Ende ist in der Cortez-Kabale nichts mehr wie vorher und wir dürfen wahrlich gespannt sein, wie das die Zukunft der Reihe beeinflussen wird!

Fazit:
Leider fällt es schwer, sich mit der Hauptprotagonistin zu identifizieren. Zusammen mit dem leider eher langweiligen Beginn, braucht man etwas Durchhaltevermögen bei diesem Roman. Ab der zweiten Hälfte wird man dafür jedoch belohnt und es erwartetet einen eine rasante und actionreiche Geschichte, für die man starke Nerven braucht.
Zwar ist „Nacht der Dämonin“ einer der schwächeren Romane in der „Women of the Otherworld“-Reihe, aber die Geschehnisse in diesem Buch werden sich wohl noch als ein Schlüsselereignis der Reihe erweisen.

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