Kelley Armstrong – Lockruf der Toten

9783426503959_1439349519000_xxlDiesmal steht die hübsche Jamie Vegas im Mittelpunkt. Das 44-jährige rothaarige Medium möchte ihre Fernseh-Karriere forcieren und nimmt deshalb das Angebot, den Geist von Marilyn Monroe in einer Liveshow zu rufen, an. Doch statt dessen trifft sie neben ihren intriganten Co-Stars bzw. Angestellten auf jede Menge anderer Geister, darunter auch die Geister von Kindern und Jugendlichen, die in einer Art Zwischenwelt feststecken… Um den Grund dafür herauszufinden, eilen ihr der Geist von Eve Levine und der Werwolf Jeremy Danvers zur Hilfe. Jeremy ist der gutaussehende, geradlinige 58-jährige Anführer des Wolfsrudels, der ebenso wie Jamie, Paige und Lucas im paranormalen Rat sitzt und in den Jamie schon seit vielen Jahren verliebt ist… Jamie ist eine sympathische Hauptperson mit kleinen Macken und Schwächen, die nicht immer logisch, dafür aber oft impulsiv handelt.

Neben alten Bekannten wie Werwolf-Paar Elena und Clay sind auch die Hexe Paige Winterbourn, der Magier Lucas Cortez, ihre Pflegetochter Savannah und deren tote Mutter, der Geist Eve Levine, mit von der Partie. Außerdem machen wir die Bekanntschaft der jungen Hope Adams, einer halbdämonischen Journalistin und erfahren mehr über Jamie & Jeremy bzw. ob es für die beiden unterschiedlichen Lesewesen eine gemeinsame Zukunft geben wird. Alle Protagonisten, auch die reizvoll gestalteten Nebenfiguren, sind gut ausgefeilte Charaktere mit vielen Facetten sowie Ecken & Kanten.

Auch wenn die Geschichte erst allmählich an Spannung aufbaut, gewinnt der magische Thriller schnell an Fahrt und lässt sich durchwegs flüssig lesen. Leider sind die Passagen mit den Dreharbeiten teilweise langatmig gehalten, vor allem im Mittelteil gibt es einige Längen. Doch natürlich möchte man wissen, was es mit den Kindergeistern auf sich hat und wie es mit Jamie und Jeremy weitergeht… „Lockruf der Toten“ bietet neben einer interessanten Idee gepaart mit viel Spannung & zahlreichen Fantasy-Elementen auch romantische Szenen und reichlich Humor.

Ich-Erzählerin Jamie schildert die packenden Geschehnisse aus ihrer Perspektive und lässt uns an ihren Gefühlen & Gedanken teilhaben, wodurch man sich rasch mit der Nekromantin identifizieren kann. Hin und wieder berichtet eine unbekannte Person, die nur mit „sie“ tituliert wird, über die Begebenheiten. Man sollte die Vorgängerbände kennen, da die Handlung manchmal Bezug auf vergangene Ereignisse oder bekannte Nebencharaktere nimmt und man sich sonst schwer tut, alle Zusammenhänge zu erkennen. Der 7. „Woman of the Otherworld“-Band garantiert dank der fesselnden Schreibweise mit unterhaltsamen Dialogen sowie der anschaulich beschriebenen Ausführungen packende Lesestunden.

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