Kelley Armstrong – Biss der Wölfin

Elena jagt einen jungen Werwolf, der auf die schiefe Bahn und an zwei Mutts geraten ist, die ihm ihre Menschenfresserei anhängen wollen. Das hat System, denn einmal haben diese beiden es schon durchgezogen. Elena folgt dem Jungen bis ins winterliche Anchorage, und wo sie schon mal dort ist, so soll sie bei einem Ex-Rudel-Mitglied vorbeischauen… Mysteriöse Morde haben ebenfalls ihre Aufmerksamkeit erweckt, denn es ist nicht nur Elenas Rudelaufgabe, Mutts zu jagen, sondern auch Mordfälle, die nach (Wer)wolfattacken aussehen, aufzuklären oder besser noch gesagt – unter den Teppich zu kehren. Tatkräftig wird sie dabei von ihrem Jetzt-Ehemann Clay unterstützt.
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Die Geschichte kommt zügig in Gange und ich habe mich tierisch auf die Interaktionen zwischen Clay und Elena gefreut, aber ich wurde leider sehr enttäuscht. In den anderen Büchern prickelte es förmlich zwischen ihnen, die Stimmung war wie aufgeladen und das Lesen war total anregend. Die Autorin hat war versucht, ihr Spiel miteinander mit viel Erotik und Reizen zu würzen, aber man merkt leider schon, dass Clay und Elena jetzt verheiratet und Eltern sind. Die Zwillinge sind toll und mit ihnen hat die Autorin die Möglichkeit, weitere Romane auf den Markt zu werfen, aber der anfängliche Biss zwischen Elena und Clay ist verflogen. Zumal auch immer deutlicher wird, dass Clay gar nicht der blutrünstige Psychopath ist, der er in den ersten Büchern vorgegeben hat zu sein. Er ist halt doch ein Intellektueller in einem kräftigen Körper und alles andere war Show. Die Show wird ihm nur nicht mehr abgekauft, sein Arm macht auch nicht mehr so mit wie vor der Zombie-Attacke und der Zahn der Zeit nagt ebenfalls an ihm. Alles in allem ist Clay ziemlich fad ausgefallen. Ich kann seine Entwicklung durchaus nachvollziehen und die Erklärungen sind schlüssig, aber der andere Clay hat mir mehr Spaß gemacht.
Nichtsdestotrotz agieren Elena und Clay gut miteinander, das Buch macht Spaß, es ist interessant, spannungsgeladen und actionreich. Die Erotik kommt selbstverständlich auch nicht zu kurz und die kurzen Passagen mit den Zwillingen sind sehr erheiternd, nur manchmal unmissverständlich.

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