F. Paul Wilson – Die Gruft

9783865521972_1437705185000_xxlMan merkt dem Buch an, dass es der Erstling in einer Reihe ist. Der Autor stellt mit Jack einen Charakter vor, der offensichtlich vor seinem inneren Auge die vollständige Form noch nicht gefunden hat. Zum Einen ist er geheimnisumwittert und das volle Ausmaß seiner „Superheldentalente“ liegt noch im Dunkeln, zum Anderen ist er von inneren Konflikten und einer Bindungsunfähigkeit aufgrund seiner Vergangenheit zerrissen, die sein Potential offenbar begrenzen sollen. Der Autor will damit offenbar eine Vielschichtigkeit erzeugen, lässt den Protagonisten jedoch eher „unrund“ laufen.

Der Plot um eine alte Schuld und Rache mit dem übernatürlichen Element der uralten, bösen Rakoshi aufzupeppen ist ein ganz guter, wenn auch heutzutage nicht mehr origineller Ansatz. Allerdings kommt die Story auch dort nicht so recht aus dem Knick, ich weiß nicht ob Paul F. Wilson wirklich schon im Groben seinen ganzen Zyklus im Kopf hatte und deswegen so langsam aufbaut oder dies als Spannungsbogen gedacht ist.
Überhaupt fiel mir auf, dass der Roman ganz offensichtlich aus den Achtzigern stammt und manche Verhaltensweise von Jack irgendwie antiquiert wirken; da wird sich die Fangemeinde vielleicht spalten, ob eine modernisierte Übersetzung besser wäre oder nicht.

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