Dan Wells – Ich bin kein Serienkiller

9783492267717_1437806847000_xxlJohn Cleaver ist ein Freak! Zumindest behaupten dies seine Klassenkameraden. Sein Psychotherapeut und seine Mutter reden eher von einem Soziopathen und der Fünfzehnjährige selber glaubt, er ist ein kommender Serienkiller! Ungewöhnlich ist der Gedanke nicht, hilft er seiner Mutter und ihrer Schwester Margaret seit dem achten Lebensjahr in der Leichenhalle ihres kleinen Bestattungsunternehmens in dem beschaulichen Ort Clayton. Dazu sind Serienmörder sein absolutes Steckenpferd, er kennt sich besser in diesem Gebiet und der Geschichte der unzählig gefassten Verbrecher aus, als so mancher Kriminologe. Johns Angst ist, dass dieses Monster aus ihm eines Tages heraus bricht. Da geschehen die ersten Morde in der Kleinstadt und schnell wird dem Jungen klar, dass ein Serienkiller sein Unwesen treibt, teuflischer als man glauben mag. John beschließt trotz seiner Faszination, den Serienkiller zu stellen … und gerät an einen mächtigen Gegner!

Ich selbst hätte gar nicht damit gerechnet, dass in diesem Buch tatsächlich etwas Paranormales in der Handlung geschehen wird. Der Dämon ist hier im wahrsten Sinne des Wortes nicht sinnbildlich gemeint, sondern er taucht leibhaftig in diesem Buch auf. Aber das machte es nur noch faszinierender. Wo ich zu Beginn noch dachte, wie das denn jetzt in die Geschichte passen soll, hat Dan Wells diese Thematik wirklich gut gelöst und eine nur noch höhere Art von Spannung aufgebaut. In diesem Paranormalen Umfeld wird schließlich auch der wahre Mörder enttarnt und ich selbst war genauso überrascht wie John. Diese Wendung war wirklich unvorhersehbar und ließ die Seiten nur so dahinfliegen. Insgesamt hebt sich dieser psychologische Thriller durch dieses Element von anderen ab und entpuppte sich für mich als ein echter Schatz.
Der rasante und lockere Schreibstil des Autors passt genauso gut wie das Cover zur Geschichte. Man kann sich sehr gut in John Cleaver hineinversetzten und hat nach nur wenigen Seiten genau wie er schlagartig ein gewisses Interesse für Serienkiller. Dieser offensichtliche Antiheld begeistert einfach mit seiner Andersartigkeit und seinen verqueren Gedanken. Seine Verhaltensweisen sind zwar bedenklich, aber sehr glaubhaft und gelungen beschrieben. Das Szenario ist wirklich schräg und ich kann es nur vergleichen mit „Wie Stephen King – nur irgendwie besser.“ Man sollte wirklich vergessen, wie Protagonisten üblicherweise handeln, denn John ist definitiv anders. Alles in allem bin ich richtig gespannt darauf die Fortsetzungen zu lesen und herauszufinden, wie es mit John und seinem Mr. Monster weitergehen wird.

Ich bin kein Serienkiller ist ein Buch wie ein Unfall. Man weiß, man soll oder will nicht hinsehen, aber kann trotzdem nicht anders. John Cleaver hat mich mit seinen Gedanken und Handlungen fasziniert, aber gleichzeitig auch leicht irritiert. Kurz zusammengefasst: Einfach brillant! Von mir gibt es dafür insgesamt vier von fünf Sternen.

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